Regionales

Bayern kooperiert mit russischem Innovationszentrum

Seit über zehn Jahren existiert eine enge wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Bayern und Russland. 1995 eröffnete Bayern als erstes Bundesland eine eigene Repräsentanz in Moskau. Seit diesem Zeitpunkt haben vor allem bayerische Firmen von dem russischen Wirtschaftssektor profitiert. Seit dem 04. Oktober wird diese Zusammenarbeit auch in der Forschung und Entwicklung weiter vertieft. Wirtschaftsminister Zeil empfing den Präsidenten der Skolkowo-Stiftung, Wiktor Wekselberg, um mit ihm über Bayerns Beteiligung an dem Skolkowo Innovationspark, ein Innovations- und Industriezentrum, das in der Nähe von Moskau entstehen wird, zu besprechen. Zeil ist zuversichtlich, das das Treffen sich positiv auf die Entwicklung von Aktivitäten zwischen Deutschland und Russland auswirken wird: „Das Projekt Skolkowo ist ein herausragendes Projekt im Rahmen der russischen Innovationspolitik. Wir freuen uns, dass die Skolkowo-Stiftung großes Interesse an Kooperationen mit bayerischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen hat.“ Im Rahmen der „bayerischen und russischen Cluster-Politik“ diskutieren Vertreter aus Wissenschaft und Technik Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Bayern und Russland. 60 russische Unternehmen haben sich bereits in dem Innovationspark niedergelassen. Der technologische Schwerpunkt von dem Skolkowo Projekt liegt bei der Luft- und Raumfahrt sowie IT.

Eine Vielzahl von europäischen Firmen haben sich bereits oder haben angekündigt, sich in dem Skolkowo Innovationspark anzusiedeln. Die European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) hat bereits im März 2011 einen Kooperationsvertrag mit der Skolkowo Stiftung Unterzeichnet und will ein Forschungszentrum in dem Innovationspark errichten. Dabei wird es sich bei der Forschungseinrichtung vor allem um die Bereiche Luft- und Raumfahrttechnologie einschließlich Telekommunikation und Navigation, effiziente Energietechnologien sowie Informationstechnologien drehen. Es gibt aber auch Rückzieher. BP hat seine anstehenden Investitionen von 6,7 Millionen Pfund wegen eines Streits über den Abbau von Gasfeldern auf dem Stockman-Schelf mit seiner Russischen Tochter BP-TNK auf Eis gelegt.

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