Regionales

Bayern verstärkt Zusammenarbeit mit dem Weissen Ring zur Unterstützung von Gewaltopfern

"Trotz aller Prävention wird man leider niemals verhindern können, dass Menschen Gewalttaten verüben. Die Täter müssen natürlich schnell ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden. Mir ist aber ganz wichtig, dass die Opfer nicht vergessen werden! Damit diese und nicht die Täter im Mittelpunkt stehen, arbeiten der Freistaat Bayern und der Weisse Ring bereits seit Jahren bei der Betreuung und Unterstützung von Gewaltopfern vertrauensvoll zusammen. Diese konstruktive Zusammenarbeit möchte ich nun mit dem Abschluss der Kooperationsvereinbarung weiter festigen und die Möglichkeiten der Information und Hilfe für die Opfer von Gewalttaten verbessern. Mit gemeinsamen Workshops und regelmäßigem Erfahrungsaustausch wollen wir eine Verfahrensoptimierung und eine optimale Betreuung von Gewaltopfern erreichen", so Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer anlässlich der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung mit den bayerischen Landesverbänden des Weissen Rings e. V. am heutigen Tag der Kriminalitätsopfer in München.

"Wesentliche Hilfe für Gewaltopfer bringt das Opferentschädigungsgesetz. Allein im vergangenen Jahr konnten wir an 2.683 Gewaltopfer Leistungen in Höhe von insgesamt 12,7 Millionen Euro auszahlen. Dazu kommen noch rund 4,9 Millionen Euro im Rahmen der Gewaltopferfürsorge. Auch wenn Geld die Gewalttaten nicht ungeschehen machen kann, können wir doch die Opfer damit bei der Bewältigung der Auswirkungen unterstützen", so die Ministerin.

"Wir haben bereits vieles erreicht. Wir ruhen uns aber auf dem Erreichten nicht aus, sondern arbeiten weiter an Verbesserungen für die Opfer", versicherte die Ministerin. "Die Situation von Kindern und Jugendlichen, die Opfer von Gewalttaten wurden, liegt mir besonders am Herzen. Gerade bei jungen Gewaltopfern ist es besonders wichtig, schnell und effektiv zu helfen, um einer Traumatisierung entgegenzuwirken. Ich bin daher stolz, dass es uns gelungen ist, das bereits bestehende, bayernweite Angebot an Traumaambulanzen, in denen junge Gewaltopfer professionelle Soforthilfe erhalten, weiter auszubauen. Mittlerweile konnten wir elf renommierte und überregionale Zentren für Kinder- und Jugendpsychiatrie für eine Zusammenarbeit gewinnen. Ein weiteres Erfolgsrezept sind die Kooperationsvereinbarungen, die wir inzwischen mit allen bayerischen Polizeipräsidien geschlossen haben. Durch die gute Zusammenarbeit mit der Polizei kann den Gewaltopfern rascher und gezielter geholfen werden. Eine Verbesserung der Gewaltopferversorgung konnte der Freistaat Bayern auch durch die Einrichtung von Schwerpunktstellen, neue, opferorientierte Ermittlungsansätze und vorläufiger Anerkennungsbescheide erreichen."

Nähere Informationen zur Opferentschädigung erhalten Sie beim Zentrum Bayern Familie und Soziales.

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