Berlin + Brandenburg

Berlin bleibt Haupstadt – vor allem für Gründer

Berlin konnte seine führende Position als Gründerhauptstadt Deutschlands im vergangenen Jahr nicht nur festigen, sondern sogar noch weiter ausbauen. Zudem weisen Berliner Gründer zwei Mal höhere Erfolgsquoten aus als der Rest der Republik. Woran das liegt und warum hierzu die Polen einen erheblichen Beitrag leisten, das geht aus dem Gründerindex der BBB BÜRGSCHAFTSBANK zu Berlin-Brandenburg GmbH hervor.

Konsolidierung auf hohem Niveau

Berliner sein heißt Gründer sein. So steht BBB-Gründerindex bei 227. Das heißt auf 10.000 Erwerbspersonen folgen in der deutschen Hauptstadt 227 Gründungen. Der Index liegt somit nur einen Zähler unter dem BBB-Index 2011. „Den Rückgang um ein halbes Prozent werten wir als Konsolidierung auf hohem Niveau“, sagt Waltraud Wolf, Geschäftsführerin der BBB BÜRGSCHAFTSBANK zu Berlin-Brandenburg GmbH.

Größter Abstand der letzten 15 Jahre

Dieses Ergebnis der aktuellen Untersuchung ist umso bemerkenswerter, als sich der Abstand zum Bundesdurchschnitt weiter vergrößert hat. Für den Bund weist der BBB-Index 136 aus, nachdem der Index 2011 noch bei 150 lag. Das ist ein Rückgang von 10 Prozent. Die Schere zwischen dem Gründungsgeschehen in Berlin und dem in Deutschland insgesamt hat sich 2012 weiter geöffnet: Lag der BBB-Gründerindex für Berlin in 2011 bereits gut 50 Prozent über dem bundesdeutschen Durchschnitt, so ist dieser Vorsprung 2012 auf 67 Prozent angewachsen. Dies ist der bislang größte Abstand der letzten 15 Jahre.

Besonders gutes Gründungsklima

Läuft die Konjunktur gut, geht das Gründungsgeschehen zurück, und lahmt die Konjunktur, steigt die Gründungsbereitschaft: Das ist ein inzwischen statistisch nachgewiesener Zusammenhang. Er erklärt, warum der BBB-Gründerindex für den Bund weiter gesunken ist. Wenn Berlin trotz Wachstum und steigender Zahl an Arbeitsplätzen unverändert hohe Gründungsraten aufweist, dann spricht das für ein besonders gutes Gründungsklima in Berlin. Bereits seit Anfang 2008 kann für Berlin ein nahezu kontinuierlicher Aufschwung des Gründungsgeschehens festgestellt werden, während die Entwicklung im Bundesdurchschnitt auf das Niveau von Ende der 1990er Jahre zurückgefallen ist.

„Im 4. Quartal, als die Konjunktur in Berlin schwächelte, haben wir durchaus einen Rückgang der Berliner Gewerbeanmeldungen registrieren können. Aber daraus leiten wir noch kein Signal für eine grundlegende Trendwende ab, denn eine „winterliche Abkühlung“ entspricht durchaus dem Muster der vergangenen Jahre“, stellt Wolf klar. Und die ersten Zahlen für 2013 belegen dies.


Erfahren Sie auf Seite 2 warum Gründer in Berlin zwei Mal höhere Erfolgsquoten aufweisen als der Bundesdurchschnitt.

Christoph Schroeder

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