Panorama

Berlusconi nennt Italien ein „Scheißland, bei dem ich kotzen könnte“

In einem abgehörten Telefongespräch mit Valter Lavitola, dem Herausgeber einer Online-Zeitung, hat der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi Italien als „Scheißland“ bezeichnet. Wörtlich soll er gesagt haben: „Ich bin völlig transparent, sauber in allem was ich tue. Man kann mir nichts vorwerfen. Die Leute können sagen, dass ich vögele. Das ist das Einzige. In ein paar Monaten werde ich fortgehen, um mich um meinen eigenen Kram zu kümmern. Ich verlasse dieses Scheißland, bei dem ich kotzen könnte.“ Gegen Lavitola ermittelt derzeit die italienische Justiz wegen des Verdachts, er habe gemeinsam mit dem Unternehmer Giampaolo Tarantini in der Prostituiertenaffäre Berlusconi erpresst. Lavitola soll als Mittler das Geld übergeben haben. Tarantini und dessen Frau wurden am bereits am gestrigen Donnerstag von der Polizei verhaftet. Tarantini hatte 2009 erklärt, er habe rund 30 Frauen dafür bezahlt, an den zügellosen Sexpartys (Bunga-Bunga-Partys) des Ministerpräsidenten teilzunehmen. Daraufhin soll Berlusconi rund eine halbe Millionen Euro für Falschaussagen bezahlt haben, um sein Macho-Image aufrechtzuerhalten, er würde niemals für Sex bezahlen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.