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Bewerbungen: Anonymisierte Bewerbungsverfahren und professionelle Bewerbungsschreiben

[Bild:  Anton Porsche (superanton.de) / pixelio.de]
[Bild: Anton Porsche (superanton.de) / pixelio.de]

Im Zuge einer Bewerbung auf offene Stellen gilt es einiges zu beachten: Grundlegend ist das richtige Bewerbungsanschreiben, um überhaupt die Chance auf ein Vorstellungsgespräch zu bekommen. Bei dem Gespräch mit dem potenziellen Arbeitgeber gilt es dann, sich möglichst gut und authentisch zu verkaufen – und auch die Wahl der Kleidung spielt eine Rolle. So sollte man sich entsprechend dem Dresscode des Unternehmens (von Banken bis zu Schreinereien) entweder streng oder locker kleiden. Hemden sind aber in jedem Fall zu bügeln, auf weiße Tennissocken sollte verzichtet werden, ausgebeulte Hosentaschen sind ein weiteres No-Go und Anzüge sollten eher in frischen Farben wie Grau oder Blau, statt Schwarz oder Braun getragen werden. Entscheidend ist allerdings natürlich der Gesamteindruck. Zu beachten sind zudem einige Änderungen, die sich derzeit sukzessive Durchsetzen:

Anonymisierte Bewerbungsverfahren

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat im Jahr 2011 das Programm „Anonymisierte Bewerbungsverfahren“ aufgelegt, das Diskriminierungen im Bewerbungsprozess künftig vorbeugen soll. Darauf aufbauend hat kürzlich das Bundesland Baden-Württemberg Ende 2012 in einem Versuchsprojekt die Personalverantwortlichen von zehn beteiligten Organisationen (Betriebe und Behörden, darunter Bosch) geschult, um das Programm zu testen. Bis zum Herbst 2013 werden die Daten gesammelt und danach ausgewertet. Ziel ist es, auf eine gesetzliche Regelung zu verzichten, denn die standardisierten anonymen Bewerbungsverfahren gelten als effizienter, zudem wird die Bewerberauswahl verbreitert – in Zeiten des Fachkräftemangels ein schlagkräftiges Argument. Die baden-würrtembergische Integrationsministerin Bilkay Öney geht insofern davon aus, dass sich dieses Verfahren durchsetzen wird, ohne dass es ein entsprechendes Gesetz bedürfe.

Hintergrund

Eine Studie der Universität Konstanz aus dem Jahr 2010 hat das Ausmaß der Diskriminierungen in Bewerbungsverfahren aufgrund ausländisch klingender Namen aufgezeigt. Trotz vergleichbarer Qualifikationen ist die Chance zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, allein aufgrund des fremdländischen Namens um rund 14 Prozent geringer. Bei kleineren und mittleren Unternehmen fällt dies mit 24 Prozent sogar noch deutlicher aus. Ähnliches gilt, wenn auch in abgeschwächter Form, für Frauen sowie ältere Bewerber. Dabei handle es sich jedoch häufig nicht um direkte und bewusste Diskriminierung, sondern um nicht hinterfragte unbewusste Pauschalurteile und Selektionsprozesse. Allerdings hat eine solche Diskriminierung nicht nur einen Schaden für die Bewerberinnen und Bewerber zufolge, sondern auch für die Betriebe, die dadurch eine geringere Bewerberauswahl haben, und nicht zuletzt auch für die gesamte Volkswirtschaft.

Die anonymisierten Bewerbungsverfahren helfen nun den Betrieben, sich allein auf die Qualifikationen zu fokussieren. Mit den standardisierten Bewerbungsformularen können die Auswahlprozesse somit einfacher und effizienter werden. Außerdem beugen sie möglichen Diskriminierungsklagen vor.

Bewerbungsschreiben

Das wichtigste kommt jedoch am Anfang: Das Bewerbungsschreiben. Inhaltlich muss man seine Fähigkeiten, Stärken und Kenntnisse überzeugend auf den Punkt bringen, um damit den potenziellen Arbeitgeber zu begeistern. Neben harten Qualifikationen, wie z.B. Ihren technischen Fähigkeiten und Kenntnissen, werden im Bewerbungsschreiben auch charakterliche Eigenschaften aufgegriffen. Ähnlich einem Elevator Pitch hat man dafür nur begrenzten Raum, umso pointierter und überzeugender muss das Anschreiben formuliert werden. Allgemein erfordert es eine Menge an Konzentration und vor allem Zeit, ein gelungenes Bewerbungsschreiben aufzusetzen. Dennoch kann einiges schiefgehen, von Flüchtigkeitsfehlern bis hin zu unrunden Formulierungen oder sperrigen Ausdrucksweisen. Daher bietet es sich an, sein Anschreiben von Profis gegenlesen und überarbeiten zu lassen – denn man hat nur eine Chance. Im Netz wird man schnell fündig wenn es um professionelle Hilfe und hochwertige Unterstützung geht und Bewerbungsschreiben professionell gestalten zu lassen.

(mb)

Marc Brümmer

3 Kommentare zu “Bewerbungen: Anonymisierte Bewerbungsverfahren und professionelle Bewerbungsschreiben

  1. Ich würde es sehr begrüßen, wenn das anoymisierte Verfahren überall anerkannt wird. In England funktioniert es ja seit Jahren ohne Probleme, wenn man hier seine Bewerbung ohne Namen, Geschlecht und Bild abschickt landet man ohne zweiten Blick auf der Ablage. Ich denke der Übergang wird schwierig werden, da sich nur wenige trauen werden ihre Bewerbung anonymisiert abzuschicken wenn andere noch den heutigen Standard nutzen. Zumindest könnte man sich in Zukunft das lästige Bewerbungsfotos sparen und das Geld für den Fotografen zum Beispiel auch in eine Kontrolle durch einen professionellen Bewerbungsservice (http://www.deinebewerbung.de/) stecken. Schließlich bekommen das Anschreiben und ein guter Lebenslauf dann eine noch höhere Gewichtung.

  2. Hallo

    Was in den USA schon jahrelang praktiziert wird, dürfte sich bei uns als schwierig erweisen solange es kein Gesetz dafür gibt. Ich finde, dass man auf jeden Fall seine Bewerbung professionell Durchsehen lassen sollte, bevor man diese abschickt. Ein Bewerbungsservice der das kostenlos anbietet ist bewerbung-schreiber.com. Hier ist der Bewerbungs-Check kostenlos und man kann anschließend sein Bewerbungsschreiben selber ausbessern oder sich für die professionelle Bewerbungserstellung entscheiden.

    MfG

  3. Ein modernes und kreatives Bewerbungsschreiben ist eine Kombination aus der Begründung der Motivation, warum der Bewerber in seinem Wunsch-Unternehmen anfangen will und der Eignung für die im Stellenangebot angeführten Aufgaben und Anforderungen. Diese dürfen aber nicht noch einmal als beruflicher Werdegang (wie im Lebenslauf) aufgeführt werden, sondern mit den erworbenen Erfahrungen, Kenntnissen, Fähigkeiten und Qualifikationen muss argumentiert werden. Dabei ist es von großer Wichtigkeit, dass man sich immer auf die Aufgaben und Anforderungen im Stellenangebot direkt bezieht. So wird aus dem Anschreiben auch kein Massenschreiben, das man an jedes x-beliebige Unternehmen versenden kann, sondern ein Unikat, das auch einen entsprechend geschulten Personaler überzeugen wird – mit dem Resultat: Einladung zum Vorstellungsgespräch.

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