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Bewerbungsgespräch: Die 5 größten No-Go’s

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Wer im Bewerbungsgespräch überzeugen will, sollte sich richtig verhalten (Bild: S. Hofschlaeger / pixelio.de).

Manche Bewerber setzen leichtfertig ein Bewerbungsgespräch in den Sand, weil sie Fehler machen, die sich leicht vermeiden lassen. Welche die fünf größten No-Go´s in einem Bewerbungsgespräch sind, erfahren Sie in diesem Beitrag. Doch mit dem Wissen darum und einer guten Vorbereitung lassen sich diese leicht umgehen.

1. Tragen Sie auf keinen Fall Motivkrawatten

Ein großer Fehler bei Bewerbungsgesprächen ist ein unpassendes Outfit. Oft sind Bewerber zu leger gekleidet oder tragen gar eine Motivkrawatte. Das sollten Sie vermeiden. Bei einem Vorstellungsgespräch in der Wirtschaft sollten Frauen ein Kostüm oder einen Hosenanzug tragen und Männer einen Anzug oder eine Kombination. Dabei sollten Sie gedeckte Farben bevorzugen. Die Krawatte muss zu Hemd und Anzug passen und ordentlich gebunden sein. Eine Anleitung dazu finden Sie hier.

2. Lehnen Sie ein angebotenes Getränk nicht ab

Oft wird Ihnen bei der Gesprächseröffnung in einem Bewerbungsgespräch nach einem kurzen Small-Talk über Ihre Anreise ein Getränk angeboten. Sofern es sich nicht um Alkohol handelt, sollten Sie dieses nicht ablehnen. Meist handelt es sich um Mineralwasser, Kaffee oder Tee. Ihr Gegenüber möchte Ihnen etwas Gutes tun und das sollten Sie annehmen. Wie die Karriereberaterin Carolin Lüdemann in einem Beitrag der „Süddeutschen Zeitung“ jedoch ausführte, sollte man sich hier jedoch auf die angebotenen Getränke beschränken und keine Sonderwünsche („mit Zimt und Milchschaum“) äußern.

3. Den eigenen Lebenslauf nicht vortragen können

Schon nach wenigen Minuten eines Vorstellungsgesprächs werden Sie häufig gebeten, die wichtigsten Stationen Ihres beruflichen Werdegangs vorzutragen. Dazu sollten Sie eine drei- bis vierminütige Fassung Ihres Lebenslaufes parat haben, die Sie frei vortragen können. Die zeitlichen Angaben sind dabei nicht so wichtig, dafür aber die Abfolge Ihrer beruflichen Stationen. Rechnen Sie mit Nachfragen, weshalb Sie einst von Arbeitgeber A zu B gewechselt sind und haben Sie dafür eine positiver anmutende Erklärung als „höheres Einkommen“ parat.

4. Stärken und Schwächen nicht benennen können

Im Laufe eines Bewerbungsgesprächs werden Sie oft nach Ihren Stärken und Schwächen gefragt. Das ist eine gute Gelegenheit, sich von seiner besten Seite zu präsentieren. Schlecht, wenn man darauf keine Antwort weiß. Denn gerade mit Ihren Stärken können Sie hier oftmals einfach punkten. Doch sollten Sie keinesfalls peinliche Schwächen á la „Ich bin total vergesslich“ preisgeben – es sei denn Sie liefern die passende Strategie zur Bewältigung dieser Schwächen („..aber ich organisiere mich mit Erinnerungen und Notizen“) gleich mit. Alternativ können Sie beispielsweise auch im Bewerbungsgespräch angeben, dass Sie schlecht „Nein“ sagen können, wenn Kollegen Sie um Hilfe bitten oder dass Sie einen leichten Hang zum Perfektionismus haben – jedoch sollte dies nicht zu einstudiert wirken, da Personaler diese Antworten wohl häufiger zu hören bekommen.

5. Sie haben keine Fragen für das Bewerbungsgespräch mitgebracht

Irgendwann im Laufe des Gesprächs ist es an Ihnen, Fragen zu stellen. Den klugen Bewerber erkennt man an seinen klugen Fragen. Wenn Sie gar keine Fragen vorbereitet haben, beispielsweise zur Einarbeitung oder Ihren Aufstiegschancen, kann das leicht den Eindruck von Desinteresse erwecken. Deshalb bereiten Sie besser zu Hause einige Fragen vor, die Sie auf einem Zettel notieren und einstecken. Als positive Beispiele seien hier Fragen wie „Können Sie mir Ihre Unternehmenskultur beschreiben?“ oder „Warum ist die Stelle frei?“ genannt, die „Focus“-Experte Oliver Badura in einem Fachartikel aufgeführt hat.

Fazit: Gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Wenn Sie sich gut vorbereiten, können Sie einem Bewerbungsgespräch relativ gelassen entgegensehen. Es ist empfehlenswert, sich einen Fragenkatalog zum Vorstellungsgespräch zu besorgen und mögliche Fragen und Ihre Antworten darauf einmal durchzuspielen. Und die fünf größten No-Go´s lassen sich leicht vermeiden, wenn man sie kennt.

Wenn Sie noch mehr über vermeidbare Fehler im Bewerbungsgespräch wissen wollen, Elisabeth Motsch gibt in ihrem Beitrag „No Go´s beim Vorstellungsgespräch“ noch weitere wertvolle Hinweise.

 

Oliver Foitzik

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