Finanzmarkt

Bezahlmarkt in Bewegung – neue Anbieter im digitalisierten Finanzverkehr

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Im Markt für den digitalisierten Finanzverkehr hat sich PayPal klar als Marktführer etabliert. Doch der amerikanische Anbieter – eine Abspaltung von Ebay – steht unter Wettbewerbsdruck. Neben weiteren Finanzdienstleistern, den Banken und Kreditinstituten wittern auch Technologieunternehmen eine Chance. Apple beispielsweise steht mit Apple Pay in den Startlöchern. Lesen Sie hier, welche Unternehmen den Markt für digitalisierten Finanzverkehr dominieren.

Der Platzhirsch im digitalisierten Finanzverkehr: PayPal

PayPal hat nach wie vor einen großen Vorsprung vor den Konkurrenten – aber der Wettbewerb wird schärfer. Mit 197 Millionen registrierten Nutzern zum Jahresende 2016 ist PayPal der Platzhirsch. Außerdem macht der Dienst Gewinne: Im ersten Quartal 2017 verzeichnet PayPal einen Überschuss von 352 Millionen Euro, deutlich mehr als erwartet.

Paydirekt: Zu spät, zu klein und unentschlossen

Mit großem Aufwand starteten deutsche Banken im Jahr 2015 eine Alternative zu PayPal: Paydirekt. Allerdings beschränkt sich das Angebot von Paydirekt auf Zahlungen innerhalb Deutschlands – dadurch ist das Wachstumspotenzial schon von vornherein beschränkt. Selbst der deutsche Markt ist nicht leicht zu erobern. PayPal hat hierzulande 17 Millionen registrierte User, Paydirekt nur 640.000.

Die Großen zeigen Interesse

Auch Technologieriesen drängen in die Domäne der Finanzdienstleister. So etwa Apple mit dem Service Apple Pay. In Deutschland noch nicht verfügbar, lässt sein Potenzial dennoch aufhorchen. Apple wird den Pay-Service in seine Home-Geräte integrieren, die User in allen Lebenslagen unterstützen: bei der Musikauswahl, mit einer Erinnerungsfunktion oder mit kleinen Aufträgen fürs Internet. In den USA werden die kleinen Kommunikationsplattformen bereits gern genutzt. Ein Bezahldienst, der dort nahtlos integriert ist, hat gute Chancen, einen Teil vom PayPal-Umsatz abzugreifen. Hier lesen Sie mehr darüber, welche Strategie Apple mit seinem „Pay per Pod“ verfolgt.

Klarna: Digitalisierter Finanzverkehr „Made in Sweden“

Der schwedische Bezahldienst Klarna ist ebenfalls auf Expansionskurs. Dem Unternehmen hilft dabei die Bankenlizenz, die es im Juni dieses Jahres erhielt. Mit dieser Lizenz ist Klarna nicht mehr auf Kooperationspartner angewiesen, sondern kann seinen Kunden beispielsweise Kredit- und Bezahlkarten direkt anbieten – so kann das Unternehmen die Produktpalette erweitern. Das Unternehmen selbst ist in Deutschland breit aufgestellt, im Februar übernahm es mit BillPay einen weiteren deutschen Anbieter im digitalisierten Finanzverkehr. Auch der Anbieter des Zahlungssystems Sofortüberweisung gehört seit Ende 2013 zum Hause Klarna.

Wachstumsschub aus China für Wirecard und Stripe

Der PayPal-Konkurrent Stripe aus den USA kooperiert mit den chinesischen Bezahlriesen AliPay und WeChat Wallet. In China ist das Bezahlen per Smartphone weit verbreitet. Mit der Zusammenarbeit wird chinesischen Kunden das bargeldlose Bezahlen bei Käufen im Ausland leicht gemacht, dabei locken große Umsätze. Auch der deutsche Bezahldienst Wirecard hat eine Kooperation mit WeChat Wallet angekündigt.

Beate Greisel

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