Gesundheit

BGM – Mitarbeitergesundheit ist der wichtigste Erfolgsfaktor

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Im Juli haben wir bei AGITANO die neue Themenreihe Mitarbeitergesundheit aufgelegt, in der sich alles um das Betriebliches Gesundheitsmanagement und Betriebliche Gesundheitsförderung dreht. In den vergangenen Jahren wurde diese Thema immer wieder heiß diskutiert und analysiert. Besonders im Hinblick auf den demographischen Wandel und den drohenden Fachkräftemangel sind sich Unternehmen bewusst geworden, dass ein langfristiges und individuelles Gesundheitsmanagement für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit unerlässlich ist. Zudem wandeln sich Ansprüche und Erwartungen der Arbeitnehmer, da auch das Renteneintrittsalter regelmäßig steigt. In unserer Monatsserie sprechen wir über alle wichtigen Themen rund um Corporate Health und Mitarbeitergesundheit.

BGM zur Mitarbeiterbindung

Es ist kein Geheimnis, dass ein unglaublicher Wettbewerb unter den Unternehmen herrscht, wenn es darum geht geeignetes Fachpersonal anzuwerben und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Dafür sind, wie bereits kurz erwähnt, zwei Gründe verantwortlich. Zum einen gibt es immer weniger neue Fachkräfte, da die Geburtenrate in Deutschland regelmäßig sinkt, zur gleichen Zeit aber viele Fachkräfte in die Rente eintreten. Zum anderen haben die neuen Generationen der Fach- und Führungskräfte neue und auch sehr unterschiedliche Ansprüche an einen Arbeitgeber. Das Thema Mitarbeitergesundheit wird zum Wirtschaftsfaktor und spielt eine immer wichtigere Rolle. Argumente wie Verdienst oder Karriere sind nicht mehr so gefragt wie früher, stattdessen rücken soziale und gesundheitliche Punkte in den Vordergrund:

  • Betriebliche Altersvorsorge
  • Social-Life-Balance
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Sportliche Angebote oder Zuschüsse
  • Flexibilität in der Arbeitsplatz- und Arbeitszeitgestaltung
  • Ernährungsangebote
  • Weiterbildungs- und Informationsmöglichkeiten zur Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit

Arbeitgeber müssen Ihre Angestellten individuell betreuen. Es reicht nicht aus für alle Mitarbeiter ein und das selbe Angebot zur Verfügung zu stellen. Stattdessen wird erwartet, sich auf die persönlichen Bedürfnisse des Einzelnen einzustellen. BGM muss also flexibel und persönlich sein, um Erfolg zu haben. Ist dies gewährleistet, verbessert sich nicht nur die Gesundheit und damit die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Daraus entstehen automatisch positive Emotionen, welche dazu führen, dass sich der einzelne Angestellte wohl fühlt und gern langfristig für das Unternehmen arbeitet. Produktivität und Leistungsbereitschaft steigern sich, was ein langfristiges Planen ermöglicht.

Es gibt viel zu tun

Laut der Studie „BGM im Mittelstand“, die von der Fachzeitschrift Personalwirtschaft in Kooperation mit der ias-Gruppe, dem Fürstenberg-Institut und der Techniker Krankenkasse durchgeführt wurde, fehlt es vielerorts an einer detaillierten und langfristigen Strategie zur Umsetzung individueller BGM-Maßnahmen. Ein Großteil der befragten Unternehmen (67,8 Prozent) gab als Hauptgrund der schleppenden Umsetzung den Mangel an personellen Ressourcen an. 28,9 Prozent merkten an, dass es meist auch an einer fehlenden Zustimmung von oben scheitert. Gleichzeitig halten es mehr als 94 Prozent für entscheidend, dass Führungskräfte und Vorstände mit gutem Beispiel vorangehen.

Gerade im Bereich der Umsetzung ist es wichtig, dass Unternehmen mit der Zeit gehen und Ihren Mitarbeitern attraktive Angebote an die Hand geben. Besonders im Hinblick auf die flexible Arbeitsplatzgestaltung können beispielsweise digitale BGM-Maßnahmen einen großen Mehrwert bringen. Die Einführung einer Online-Health-Plattform beinhaltet verschiedene Möglichkeiten, um die Mitarbeitergesundheit zu verbessern:

  • Regelmäßige Umfragen zur gesundheitlichen Verfassung oder zu gewünschten Angeboten
  • Online-Angebote zur Weiterbildung oder Information im Bereich Gesundheit
  • Ableitung langfristiger BGM-Strategien durch Sammeln und Auswerten der Mitarbeiterdaten
  • Kurze Kommunikationswege

Die Zukunft ist digital. Gesundheitsmanager müssen das berücksichtigen und Ihr BGM dementsprechend anpassen. Es muss zu einem Umdenken und einer neuen Unternehmenskultur kommen, damit BGM sein Potential voll ausschöpfen kann.

Markus Jergler

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