Gesundheit

Bildschirmarbeit: Sonnenschutz ist rechtlich vorgeschrieben

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Die Augen werden bei Tätigkeiten am Bildschirm besonders in Anspruch genommen. Spiegelungen am Bildschirm verschlechtern die Sehleistung zusätzlich. Eine wichtige Vorsorgemaßnahme ist daher unter anderem, auch für einen ausreichenden Lichtschutz am Fenster zum Beispiel in Form von Jalousien zu sorgen. Was ist dabei zu berücksichtigen?

Licht- und Sonnenschutz für Arbeitgeber ein Muss

Wenn Sonnenlicht ungefiltert in das Büro hereinstrahlt und Blendeffekte entstehen, mindert das nicht nur die Konzentration und damit die effektive Arbeitsleistung, sondern hat auch langfristig Konsequenzen für die Gesundheit. So  beeinträchtigen Lichtreflexionen am Computerbildschirm nicht nur die Sehkraft oder sorgen für Kopfschmerzen. Durch eine automatisch einhergehende Vermeidungshaltung wird mittelfristig auch der Halteapparat des Körpers in Mitleidenschaft gezogen. Ein vernünftiger Sonnenschutz ist daher ein unverzichtbares Inventar für jedes Büro.

Was oftmals nicht bekannt ist: Ein ausreichender Lichtschutz am Fenster ist dabei für Arbeitgeber gesetzlich keineswegs ein Kann, sondern ein Muss. Nach Angaben des Spitzenverbandes Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung schreibt die Bildschirmarbeitsverordnung sogar zwingend die Anbringung von Lichtschutzvorrichtungen vor.

Zentrale Anforderungen an einen Sonnenschutz an Arbeitsplätzen

So groß das Angebot an Sonnenschutztypen sein mag – häufig verfügen sie schlichtweg nicht über die richtigen Eigenschaften. So entfallen schon mal viele lichtdurchlässigen Fensterausstattungen, da sie keinen optimalen Blendschutz gegen Lichtstrahlen bieten können. Vorhänge sind ebenfalls keine gute Option, da sie sehr anfällig für Staub und damit einen größeren Reinungsaufwand erfordern.

Ein Klassiker im Büro sind daher meistens Jalousien, da sich mit ihnen rasch die Lichtverhältnisse im Arbeitsraum regulieren lassen, so dass der Arbeitnehmer noch bei ausreichend Tageslicht seine Arbeit verrichten kann. Außerdem können sie leicht abgewischt werden. Helle Varianten wirken durch reflektierende Effekte zudem hitzeabweisend und tragen zu einem besser temperierten Raumklima bei, für das ein Arbeitgeber ebenso Sorge zu tragen hat.

Weniger Aufwand & Handwerkerkosten: Jalousien ohne Bohren befestigen

Es ist darüber hinaus auch nicht besonders aufwändig Jalousien zu montieren. So gibt es heutzutage nicht nur verschraubte Montageformen, sondern es besteht auch die schnelle und kostengünstige Lösung, Jalousien ohne Bohren anbringen zu lassen. Anders als bei anderen Montagearten entfällt hier das exakte Ausmessen und Anzeichnen der Montageträgerposition. So wird der Montagehalter einfach an den Klemmhalter geschraubt. Im Anschluss wird die Jalousie nur noch angeklemmt und festgeschraubt, was natürlich auch die anfallenden Handwerkerkosten im Rahmen hält. Ein weiterer Vorteil Jalousien ohne Bohren anzubringen ist, dass in gemieteten Büroobjekten der Vermieter nicht zuvor um eine schriftliche Erlaubnis für die Anbringung gebeten werden muss – wie das bei allen verschraubten Fenstermontagen üblicherweise Vorschrift ist.

Weitere rechtliche Vorgaben für den Augenschutz

Auch die Innenbeleuchtung muss bestimmte Kriterien erfüllen. 500 Lux gelten dabei als empfohlene Beleuchtungsstärke für den Arbeitsplatz und 300 Lux für den Umgebungsbereich.

Der Büroplatz selbst ist so zu gestalten, dass der Bildschirmabstand 50 bis 80 cm beträgt. Mit einem in der Höhe verstellbaren Stuhl und Tisch kann entsprechend die Körperposition individuell eingestellt werden.

Am allerwichtigsten sind ausreichende Bildschirmpausen, die im Büroalltag unter Zeitdruck meist jedoch nicht eingehalten werden. Grundsätzlich gilt die Faustregel: Regelmäßige kurze Pausen bieten einen besseren Erholungseffekt als längere. Damit Büromitarbeiter die Erholungszeiten nicht vergessen, ist laut Welt eine spezielle Pausen-Software für Mac oder Computer hilfreich, die während des Tages wiederholt daran erinnert. Diese kleinen Zeitfenster fernab vom Rechner sollten auch genutzt werden, um sich regelmäßig ein wenig zu bewegen.

 

Oliver Foitzik

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