Wirtschaft

Binnenkonjunktur legt zu und trägt Wachstum so stark wie der Export

Der Konsumklimaindex der Nürnberger Marktforschungsgesellschaft GfK weist den höchsten Stand seit drei Jahren aus. Die weiter zulegende Binnenkonjunktur trug im dritten Quartal mit einem Wachstum von real 0,7% mittlerweile ebenso viel zum Wirtschaftswachstum bei, wie der stets starke Export. Dadurch gewinne der Wachstum laut Analysten an Breite und werde stabiler. Den Grund für die höhere Binnennachfrage liege laut Michael Bräuninger vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) vor allem in der positiven Beschäftigungs- und Lohnentwicklung. Die Wirtschaftsweisen erwarten dementsprechend sogar, dass die Konsumausgaben 2011 mit 1,6% noch stärker zulegen werden. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP): „Von der Außenwirtschaft angestoßen, wird er nun immer stärker von der Binnenwirtschaft getragen.“ Es werde wieder investiert, die Einkommen stiegen und der private Konsum trage zunehmend das Wachstum in Deutschland. Nun erwartet der Handel zunächst ein üppiges Weihnachtsgeschäft. Laut GfK-Erhebungen wollen die Deutschen im Durchschnitt 245 Euro für Geschenke ausgeben, insgesamt rund 14 Milliarden Euro. Auf Bekleidung/Accessoires entfallen dabei 1,74 Milliarden, auf Spielwaren 1,57 Milliarden, auf Bücher 1 Milliarde, auf Lebensmittel 650 Millionen und auf Schmuck und Uhren 640 Millionen Euro. Der Handel macht traditionell ein Fünftel des Jahresumsatzes in den Weihnachtsmonaten. Bei typischen Geschenken wie Spielwaren oder Uhren und Schmuck sind es sogar bis zu 30%. Auch das „Angstsparen“ sei rückläufig: Die Sparquote fiel im dritten Quartal auf 9,6%, nach 15,2% zu Jahresbeginn und 11,0% im Frühjahrsquartal.

 

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