Technologie

Bio-Kunststoffe zu Verbundwerkstoffen weiterentwickelt

Die Abteilung „Materialentwicklung“ am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP in Potsdam-Golm hat biobasierte Polymere, also auf nachwachsenden Rohstoffen basierende Kunststoffe, entscheidend weiterentwickelt. Biopolymere kommen ohne Erdöl aus und sind meist biologisch abbaubar. Bisherige Biopolymere wie zum Beispiel Polymilchsäure (Polylactid, PLA) haben allerdings den großen Nachteil, dass sie spröde sind und ihre Schlagzähigkeit gering ist. Sie finden daher vor allem als Massenkunststoff bei Lebensmittelverpackungen, Blister, Flaschen und als Einweg-Geschirr Anwendung. Die Fraunhofer-Forscher entwickelten die Polymilchsäure und weitere natürliche Kunststoffe nun weiter, indem sie die Materialien mit Spinnfasern aus Cellulose (Rayon) verstärkten und somit natürliche (biobasierte) Verbundwerkstoffe kreierten. Durch diese Kombination entsteht ein Material, das komplett biobasiert und bioabbaubar ist, aber dennoch stabil. Durch den Bio-Verbundwerkstoff werden weitere Anwendungsbereiche, wie beispielsweise im Automobilbau erschlossen. Der neue Werkstoff wird auf der nature.tec, der Fachschau für Nachwachsende Rohstoffe in Berlin (21. – 30. Januar), vorgestellt.

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