Regionales

Bioenergiedorf Leibertingen erhält Zuschuss von 100.000 Euro

Das Bioenergiedorf Leibertingen ist offiziell eingeweiht worden. Das ist eine besondere Nachricht, da die Wärmenutzung von Biogasanlagen hier besonders effizient ist. Diese wird vom biologisch bewirtschafteten Bäumlehof vor allem mit Rindergülle und Grünlandschnitt entsprechend versorgt. Über eine Gasleitung wird das produierte Biogas zur Heizzentrale im Dorf geleitet. Durch die Gründung einer gemeindeeigenen GmbH, die aus dem Gemeindehaushalt ausgegliedert ist, erhielt das Dorf einen Zuschuss von 100.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Derzeit existieren in Baden-Württemberg 38 Bioenergiedörfer, sechs sind aktuell im Bau und mehr als 17 sind in Planung.

(sm)

Daten und Fakten (Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg) zum Bioenergiedorf Leibertingen:

Größe Biogasanlage: Gesamtleistung 590 kWel, Satelliten-BHKW im Ort: 250 kWel, 290 kWthermisch, im Ort stehen damit 2,3 Mio. kWh Wärme aus Biogas für die Grundlast zur Verfügung.

Input Biogasanlage: Biolandhof „Bäumlehof“ mit 250 ha Fläche, v. a. Rindergülle und Grünlandschnitt.

Hackschnitzelheizung: Leistung 700 kW, Hackschnitzel aus Gemeindewald und Region, vorgesehen ist eine Erzeugung von 1,5 Mio. kWh für die Mittel- und Spitzenlast im Winter.

Pufferspeicher: Größe 100.000 Liter, wichtig, um Bedarfsspitzen abzufedern und Wärmeanfall aus dem BHKW aufzunehmen, wenn keine entsprechende Wärmenachfrage gegeben ist, z. B. in der Nacht.

Wärmenetz: Länge 5,5 km, 96 angeschlossene Gebäude inkl. aller öffentlichen Gebäude, das entspricht einem Anschlussgrad von knapp 60 %.

Energieeffizienz: Ca. 60 % der Nutzwärme stammt aus dem Biogas-BHKW, ca. 75 % der im BHKW ganzjährig anfallenden Wärme kann genutzt werden. Wärmeverluste im Netz ca. 25 %.

Klimaschutz: Einsparung von ca. 900 t CO2 pro Jahr.

Gesamtkosten: Rund 2,76 Millionen Euro.

 

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