Technologie

Biokraftstoffe der zweiten Generation gehen an den Start

Nachwachsende Kraftstoffe sind schon seit einigen Jahren zu einem festen Bestandteil der Erneuerbaren Energien geworden. Dabei ist es üblich, Pflanzen wie Mais, Soya oder Zuckerrohr wegen ihres hohen Zuckeranteils zu Bioethanol zu verarbeiten. Diese Art der Gewinnung von Biotreibstoffen könnte man als die erste Generation bezeichnen. Eine Forschungsallianz, bestehend aus elf Organisationen aus Forschung und Industrie, haben mit der Einweihung einer Pilotanlage für Biokraftstoffe in Pomacle-Bazancourt nahe Reims (Marne) in Frankreich, am 11. Oktober offiziell die zweite Generation der Biokraftstoffe auf den Weg gebracht. Das mit 76,4 Millionen Euro geförderte Projekt ermöglicht die Gewinnung von Biokraftstoffen auch aus Pfanzen, die bisher nicht dafür geeignet waren.

Bei der eingesetzten Fermentation wird durch einen besonderen Produktionsvorgang und die Nutzung von speziellen Enzymen, Pflanzen direkt in Zucker umgewandelt. Der so gewonnene Zucker kann dann durch Hefe zu Alkohol destilliert und somit zu Treibstoff verarbeitet werden. Durch diesen Produktionsvorgang können nun Biokraftstoffe auch aus Stroh, Holz oder aus Abfällen der Landwirtschaft gewonnen werden. Des Weiteren ist der Vorgang vergleichsweise unkompliziert, benötigt keine extremen Verhältnisse und belastet die Umwelt nicht zusätzlich. In den nächsten acht Jahren soll in der Pilotanlage der Produktionsvorgang getestet und optimiert werden. Ziel ist bis 2016-2020 ein wirtschaftliches Industrieverfahren zu entwickeln, das jährlich 180 Millionen Liter Bioethanol zu einem Preis von höchstens 50 Cent pro Liter herstellen kann.

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