Energie & Umwelt

Bislang höchste Radioaktivität in Fukushima gemessen

Laut der Agentur Jiji Press hat der Betreiber Tepco am havarierten Atomkraftwerk (AKW) Fukushima-1 den bislang höchsten radioaktiven Wert seit dem verheerenden Erdbeben vom 11. März gemessen. Am Boden eines Abzugsrohrs zwischen den Reaktoren 1 und 2 habe die Strahlung mehr als zehn Sievert pro Stunde betragen. Normalerweise wird die Strahlung in Millisievert und auch auf das Jahr hochgerechnet angegeben.

Die mehr oder weniger natürliche Hintergrundstrahlung in Deutschland beträgt im Schnitt 2,4 Millisievert im Jahr. Bei 1.000 Millisievert, also 1 Sievert, steigt das Risiko für Krebserkrankungen um 10%. Ab 100 Millisievert können bereits körperliche Erscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen ausgelöst werden. In Japan wurde in Folge der Atomkatastrophe der zugelassene Höchstgrenze für Arbeiter in einem Kernkraftwerk von 100 auf 250 Millisievert angehoben.

Der bisher höchste radioaktive Wert wurde mit drei und vier Sievert pro Stunde am 3. Juni im Inneren des Reaktors 1 gemessen. Die Ursache für den erneuten dramatischen Anstieg werde laut einem Tepco-Sprecher vom Montag derzeit noch geprüft.
 

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