Wirtschaft

BKA-Bericht: Wirtschaftsbetrüger richten weit über 4,7 Milliarden Schaden an

Laut einem aktuellen Bericht des Bundeskriminalamts richteten Wirtschaftskriminelle in Deutschland 2010 Schäden in der Höhe von 4,7 Milliarden Euro an. Das sind 25% mehr als noch ein Jahr zuvor. Der entsprechende BKA-Bericht „Bundeslagebild Wirtschaftskriminalität“ wird im Laufe der Woche vorgestellt, Teile des Berichts gelangten aber bereits in die Medien. Dabei legte die Zahl der entsprechenden Delikte nur um 1,5% auf 103.000 zu, allerdings erhöhte sich das Schadensniveau je Fall deutlich. Den größten Schaden richteten dabei mit rund zwei Milliarden Euro Betrüger an. Insolvenzdelikte summierten sich auf insgesamt rund 1,7 Milliarden Euro. Einen deutlichen Zuwachs erfuhr auch die Internetkriminalität: Die entsprechenden Fälle legten um 190% auf 31.000 registrierte Delikte zu. Allerdings betont das BKA, dass die in dem Bericht aufgeführten Kriminaltaten im Wirtschaftsbereich nur die Spitze des Eisberges sei und das tatsächliche Niveau nicht widerspiegle: Die Zahlen geben das „tatsächliche Ausmaß der Wirtschaftskriminalität nur eingeschränkt“ wieder. Fälle, die beispielsweise von Finanzbehörden und Staatsanwaltschaften ohne Beteiligung der Polizei bearbeitet werden, werden in dieser Statistik nicht registriert. Auch würden Wirtschaftskriminelle in der Regel niedrige Strafen erhalten, weil ihre Schuld juristisch schwerer nachweisbar ist als bei anderen Verbrechen.

Cyberkriminalität: Allein das deutsche Regierungsnetz wird täglich vier- bis fünfmal angegriffen. Laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) wurden im letzten Jahr 1.761 Verdachtsfälle als „gezielte Angriffe“ identifiziert. Als Angreifer seien dabei ausländische Geheimdienste ausgemacht worden.

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