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Blackberry wird von den Konkurrenten umworben

Der kanadische Blackberry-Hersteller und Smartphone-Pionier Research in Motion (RIM) hinkt der starken Konkurrenz im Mobile-Markt zunehmend hinterher. Im kanadischen Waterloo musste RIM kürzlich ernüchternde Zahlen präsentieren: Der Absatz im vierten Geschäftsquartal ging von 15 Millionen Geräten im Vorjahreszeitraum auf 11 Millionen Stück zurück. Bereits im dritten GQ war der Umsatz um 6% auf 5,2 Milliarden Dollar und der Gewinn um 71% auf 265 Millionen Dollar zurückgegangen. Die Aktie rangiert derzeit nur noch um 14 Dollar. Zu seinen Spitzenzeiten war das Papier 140 Dollar wert. Und auch der neue Hoffnungsträger, das Blackberry 10, verzögert sich weiter und wird erst Ende 2012 auf den Markt kommen.

Vor diesem Hintergrund klopften nun mehrere Konkurrenten an die Tür von RIM und machten Übernahme-Avancen: Microsoft im Verbund mit Nokia sowie auch Amazon. Die Übernahmeangebote haben die Kanadier allerdings bislang zurückgewiesen, die Zusammenarbeit mit Amazon soll jedoch verstärkt werden. RIM hat zudem anderen Smartphone-Herstellern wie Samsung und HTC eine Lizenz für sein nächstes Betriebssystem Blackberry 10 angeboten.

Microsoft selbst wartet immer noch auf einen Durchbruch seines mobilen Betriebssystems Windows Phone. Der Marktanteil liegt derzeit bei rund 2%. Dessen Partner Nokia hat ebenfalls den Smartphoneboom verschlafen und hofft darauf, bald wieder den Anschluss zu finden. Der Markt wird derzeit vor allem von Googles Android, den Endgeräten von Samsung und HTC sowie Apples iPhone bestimmt.
 

 

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