Technologie

BMU-Förderung: 40% CO2-Einsparung durch effiziente Abwassertechnologie

Nach der aktuellen Studie des Umweltbundesamtes (UBA) „Steigerung der Energieeffizienz auf kommunalen Kläranlagen“ lassen sich bei der Abwasserbehandlung in Deutschland rund 40% an Kohlendioxidemissionen einsparen. Die Abwasserbehandlungsanlagen sind mit 4.400 Gigawattstunden Strom pro Jahr für rund 20% des Energiebedarfs in deutschen Städten und Gemeinden verantwortlich und damit der größte Einzelenergieverbraucher noch vor Schulen und Krankenhäusern. Laut UBA-Präsident Jochen Flasbarth sind eine höhere Energieeffizienz und eine stärkere Nutzung von Klärgasen die Schlüssel für eine klimaverträglichere Abwassertechnologie. Die verbesserte Energieeffizienz könnte 20% einsparen, darüber hinaus könnte die Eigenenergieerzeugung der Kläranlagen durch Nutzung der Klärgase im Betrieb verdoppelt bis vervierfacht werden, womit etwa 900 GWh Strom pro Jahr und somit rund 600.000 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen eingespart werden könnten.

Im Ergebnis soll mehr Geld für Spitzentechnologie in der Abwasserbehandlung zur Verfügung gestellt werden. Im Rahmen des neuen Förderschwerpunkts „Energieeffiziente Abwasseranlagen“ des Bundesumweltministeriums werden somit innovative Konzepte zur Energieoptimierung und zum Ressourcenschutz in der Abwasserbehandlung gefördert – von dem Abwassertransport, die Abwasserbehandlung und die Einleitung in die Gewässer, über die Abwärmenutzung, die Stromeinsparung und die Energieerzeugung in Kläranlagen hin bis zur Rückgewinnung von Rohstoffen aus dem Abwasser und dem Klärschlamm.

Das Hintergrundpapier steht kostenlos zum Download zur Verfügung, die Gesamtstudie finden sie hier:
 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.