Wirtschaft

BMW stoppt Argentinienexporte, Einfuhrbeschränkungen werden verhandelt

Anfang April machte die Schlagzeile „Argentinien besteht auf Tauschzwang von Porsche gegen Rotwein“ die Runde. Grund war der unkonventionelle Ansatz des südamerikanischen Landes, seine Handelsbilanz auszugleichen. Damit die Importe nicht überhand nehmen, müssen Import-Unternehmen nun verbindlich zusagen, Waren im gleichen Wert auch wieder auszuführen – pro Sportwagen also etliche hundert Flaschen Rotwein. VW kann allerdings diese Regelung umgehen, da es in Argentinien bereits den neuen Amarok-Pickup sowie Getriebe produziert. Auch Daimler produziert in Argentinien bereits den Sprinter. BMW geht es jedoch wie Porsche. Es wurde daher zunächst spekuliert, ob es aufgrund der Regelung nicht künftig deutlich mehr argentinische Spezialitäten auf dem Weltmarkt geben werde. Nun hat der Münchner Autobauer allerdings den Export von Autos nach Argentinien vorerst gestoppt. Zunächst soll mit der argentinischen Regierung über die Einfuhrbeschränkungen verhandelt werden, um eine Lösung zu finden. Bislang sind rund 250 BMWs wegen der Importbeschränkungen nicht durch den Zoll gekommen. Sie wurden in andere Länder Südamerikas verschifft. Weitere 700 Autos, die bereits bestellt und teilweise schon bezahlt wurden, verbleiben derzeit im Hafen.

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