Wirtschaft

BMWi: Die Lage der deutschen Wirtschaft im September 2011

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat eine Prognose für die wirtschaftliche Lage Deutschlands im September 2011 vorgestellt. Demnach schwenkt zwar die heimische Wirtschaft auf einen flacheren Wachstumspfad ein, allerdings signalisieren die Konjunkturindikatoren eine Fortsetzung des Aufschwungs auch im zweiten Halbjahr. Auch der Beschäftigungsaufbau werde sich leicht gedämpft fortsetzen.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hatte sich im zweiten Quartal gegenüber dem sehr starken Ersten nur leicht um 0,1% erhöht. Die konjunkturelle Grundtendenz sei jedoch stärker einzuschätzen, als in diesem geringen Anstieg zum Ausdruck komme, nicht zuletzt, da der Aufschwung in Deutschland mittlerweile auch gut binnenwirtschaftlich verankert sei. Auch sei es nach den Nachholeffekten im ersten Quartal vielfach zur erwarteten Normalisierung gekommen.

Die Weltkonjunktur hingegen habe an Dynamik eingebüßt. Die USA und Japan kämpfen mit der konjunkturellen Erholung, viele Schwellenländer haben ihre Geldpolitik als Reaktion auf Überhitzungserscheinungen gestrafft und die Schuldenproblemländer haben schwere strukturelle Anpassungsprozesse zu bewältigen und können daher kaum Konjunkturimpulse für die deutsche Wirtschaft ausstrahlen.

Angesichts eines moderateren Wachstums der Weltwirtschaft dürften die Impulse vom Außenhandel im weiteren Jahresverlauf überschaubar bleiben. Wegen den anhaltend guten, wenn auch leicht gedämpften Tendenzen am Arbeitsmarkt dürften die privaten Konsumausgaben daher auch im zweiten Halbjahr wieder zum Wachstum beitragen und damit die Wirtschaft stützen.
 

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