Technologie

Boeings Zukunftsprojekt Dreamliner mit Notlandung bei Abnahmeflug

Wenige Wochen vor der offiziellen Zulassung des 787-Modells „Dreamliner“ durch die US-Luftaufsicht musste das Boeing-Langstreckenflugzeug bei einem technischen Abnahmeflug notlanden. Es war das erste Modell, das an die Air India ausgeliefert werden sollte. Die US-Aufsichtsbehörde FAA ist nun zu offiziellen Ermittlungen gezwungen. Kurz nach dem Start waren am Sonntagmittag Probleme mit der Klappensteuerung an den Tragflächen aufgetreten. Nach einem 10 minütigen Flug landete der Pilot wieder sicher auf dem Flughafen. Der Grund sei ein fehlerhafter Sensor gewesen. Die Erstauslieferung des Dreamliners hatte sich aufgrund mehrerer Pannen bereits mehrfach um fast drei Jahre verzögert. Im November 2010 musste ein Testflugzeug notlanden, weil ein Feuer in der Steuerungselektronik ausgebrochen war. Alle Probleme zusammengenommen haben Boeing bislang vermutlich weit mehr als 10 Milliarden Dollar gekostet. Der Dreamliner ist das erste große Passagierflugzeug, dessen Rumpf und Flügel zum Großteil aus dem zukunftsweisenden Leichtbaustoff Carbon (Faserbundwerkstoff) bestehen (Umsatz Boeing 2010: 64,3 Mrd. Dollar, Gewinn nach Steuern: 3,3 Mrd. Dollar).
 

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