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Browser- und Suchmaschinenwelt ist nicht nur Google

Schwarz-weiss-Foto von junger Frau im Cafe die mit ihrem Smartphone auf einem mobilen Browser duch das Web surft

51,3 Prozent des globalen Internet-Traffics entfielen auf Smartphones oder Tablets. Das heißt, erstmals wurden Mobile Browser häufiger genutzt als die stationäre Variante. Folgende Infografik zeigt, in welchem Land welcher Webbrowser der beliebteste darstellt. Zudem zeigen wir in diesem Beitrag, dass Google in Sachen Suchmaschinen und Mobile Browser alles andere als alternativlos ist.

Google ist nicht der Weltmarktführer

„Ein eigener Streaming-Dienst mit selbstproduziertem Inhalt, ein E-Mail-Dienst, ein Karten-Dienst, Gelbe Seiten und eigene Nachrichtenseiten gehören zu dem 1996 gegründeten Konzern.“ Niklas Dummer, Online-Redakteur bei der Wirtschaftswoche (Wiwo) beschreibt in seinem Beitrag den Erfolg von »Seznam.cz. Das tschechische Google«. Warum erlitt das osteuropäische Google-Pendant nicht das gleiche Schicksal wie andere Konkurrenten? Pavel Zima, seit 2006 Geschäftsführer der Suchmaschine Seznam, hat dafür eine ganz einfache Erklärung: Die anderen Suchmaschinen „versuchte[n], mit Google auf dem Weltmarkt zu konkurrieren. Wir kämpfen lieber auf dem lokalen Markt und bieten Features, die Google nicht bieten kann.“ Zugegeben, uns ist nicht bekannt, ob Anbieter mobiler Internetbrowser sich sich dieses Erfolgsmodell abgeschaut haben. Jedoch zeigt folgende Infografik, dass – trotz des Absatzerfolges von Android-Smartphones und -Tablets – die Mobile Browser Welt alles andere als eine Google ist.

Infografik zu dem im jeweiligen Land meist genutzten Browser
Die oben eingefügte Infografik zeigt, in welchem Land welcher Browser die Nase vorn hat. (Quelle: de.statista.com: „Die Weltkarte der Mobile Browser“ / CC BY-ND 3.0)

Global die Nr. 1 in Sachen Mobile Browser

Die Grafik zeigt zweierlei. Erstens, der am weitesten verbreitete Smartphone-Browser der Welt ist tatsächlich Googles Hausmarke Chrome. Zweitens, der Google-Browser ist alles allerdings andere als konkurrenzlos. So dominiert in Nordamerika – einer der wenigen Weltregionen in denen das iPhone noch vor den Androiden liegt – Safari. Auf dem afrikanischen Kontinent geben die Nutzer Opera den Vorzug, da der Browser auch bei schlechteren Netzen eine gute Performance bietet. In Indien und Indonesien ist dagegen der hierzulande kaum bekannte UC Browser die Nr. 1.

Übrigens, auch hierzulande begann bereits vor einigen Jahren das Monopol des hiesigen Branchenführes zu bröckeln. Zum Beispiel dank der Suchmaschine DuckDuckGo, die googlen ohne Google möglich macht. Gerade für Internutzer, die auf Datenschutz sehr viel wert legen, eine interessante Alternative.

Christoph Schroeder

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