Bauen & Wohnen

Bürogebäude: Unterschätzter Faktor beim Klimaschutz

Kohlendioxidemissionen (CO2-Emissionen) gehören zu den Hauptverantwortlichen für den globalen Klimawandel. In Deutschland ist der Gebäudebestand für rund ein Drittel der CO2-Emissionen verantwortlich. Zudem entfallen rund 40 Prozent des Endenergiebedarfs auf Gebäude. Deshalb gelten sie als entscheidender Faktor für eine höhere Energieeffizienz. Allerdings sollten sich Verbesserungen in diesem Bereich nicht allein auf den Wohnsektor beschränken, auch Bürogebäude sind entscheidend. Neben dem positiven Effekt auf das Klima können hier auch Betriebskosten gesenkt werden.

Energieeffizientere Bürogebäude – drei Faktoren, die es zu beachten gilt

1. Wärmeverluste reduzieren

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Fenster sind oft eine Kältebrücke im Bürogebäude. (Bild: Rainer Sturm / pixelio.de)

Die energetische Sanierung von Gebäuden wird finanziell durch staatliche Förderungen unterstützt. Werden Bürogebäude saniert oder neu gebaut, sollten die Bauherren darauf achten, dass Wärmeverluste gering gehalten werden. Das gelingt erstens mit einer Wärmedämmung. Verschiedene Dämmstoffe, entweder auf Natur- oder Kunststoffbasis, verringern die Wärmeverluste über die Außenwände von Gebäuden. Zweitens sollte man auf die richtigen Fenster achten. Denn sie sind oft eine Kältebrücke. Will man Wärmeverluste gering halten, dann ist das bei Fenstern meist mit hohen Kosten verbunden. Das sollte man bereits bei der Planung der Fensterflächen berücksichtigen. Drittens gilt es, das Gebäude so luftdicht wie möglich zu halten, um unkontrollierten Luftaustausch zu vermeiden. Am effizientesten ist der Einbau einer Lüftungsanlage, die stets für Frischluft im Gebäude sorgt, ohne dass Wärme verloren geht.

2. Heizen mit regenerativen Energieträgern

Neben der Dämmung ist die Heizung ein wichtiger Faktor bei der Energieeffizienz im Bürogebäude. Um umweltverträglich ein angenehmes Raumklima zu erzeugen, sollte man auf regenerative Energieträger setzen. Luft-Wasser-Wärmepumpen gewinnen zum Beispiel Wärme aus der Außenluft und nutzen diese sowohl für Heizung als auch Warmwasser – auch im Winter. Ein Anbieter von solchen Luft-Wasser-Wärmepumpen ist die Firma Stiebel Eltron. Zudem sollte in der Heizperiode darauf geachtet werden, dass die Heizung mit konstanter Temperatur läuft. Das braucht weniger Energie, als wenn sie sich ständig neu aufheizen muss, nachdem sie komplett abgekühlt ist. Zudem erwärmen sich dadurch auch Wände und Böden und strahlen Wärme ab. Ideal ist eine Raumtemperatur von etwa 20 Grad.

3. Luftqualität verbessern: Richtig lüften

Ist im Bürogebäude keine Lüftungsanlage vorhanden, dann muss natürlich hin und wieder gelüftet werden, um die Luftqualität sicherzustellen. Neben dem Lüften gibt es jedoch noch andere Faktoren, die zu einer Verbesserung der Raumluft in den Büros beitragen können: Achten Sie darauf, dass nicht zu viele Personen in einem Büro sitzen. So kann der CO2-Gehalt der Raumluft länger niedrig gehalten werden. Im Gebäude sollte möglichst Rauchverbot herrschen. Wenn überhaupt, sollte das Rauchen nur in bestimmten, abgeschlossenen Räumen, erlaubt sein. Bürogeräte mit hohen Emissionen (z.B. Laserdrucker) sollten in bestimmte, zentrale Bereiche ausgelagert werden. Auch bei Innenausbau und Möbeln sollte man auf emissionsarme Materialien achten. Putzmittel sollten umweltfreundlich sein, so dass hierdurch die Qualität der Raumluft ebenfalls nur geringfügig beeinträchtigt wird. Durch diese Maßnahmen kann das Lüften gravierend reduziert werden und damit auch die Wärmeverluste. Beim Lüften selbst gilt: Stoß- statt Dauerlüften, damit Frischluft in den Raum gelangt, ohne dass Wände und Böden auskühlen und unangenehm kalt abstrahlen.

Katja Heumader

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