Management

Bürostress – ein Drittel der Arbeitnehmer kann die Informationsflut nicht mehr bewältigen

Die Informationsflut forderd zunehmend ihre Opfer. Wie "mittelstanddirekt" berichtet, ein Service der Volksbanken Raiffeisenbanken, ist rund ein Drittel der Angestellten mittlerweile überfordert. Grund sind Dutzende Emails, die das Postfach zum Überquellen bringen, laufend klingende Telefone und überall Chatfenster, in denen Kollegen, Vorgesetzte und Kunden ihre Aufmerksamkeit wollen. Das Ergebnis: Viele Mitarbeiter lenkt die digitale Kommunikation von ihrer eigentlich Arbeit ab. Die Folge: Stress und Burnout.

Das geht aus einer Umfrage des Personaldienstleisters Randstad hervor. Dafür wurden Arbeitnehmer in 32 Ländern befragt, in Deutschland nahmen 405 Beschäftigte aus unterschiedlichen Branchen teil.

Ein Viertel der Beschäftigten gab demnach an, dass sie durch eingehende E-Mails und Anrufe von ihrer eigentlichen Arbeit abgelenkt werden.

Keine generelle Überforderung – aber alarmierende Tendenz

Von einer generellen Überforderung könne zwar nicht die Rede sein. Trotzdem ist die Zahl beeindruckend: 34 Prozent der Befragten können die tägliche Informationsflut laut der Studie nicht mehr bewältigen.

Zudem erwarteten ebenso viele Befragte von sich, dass sie immer direkt auf Nachrichten und Anrufe reagieren müssten. So setzten sie sich selbst unter Druck.

Feste Zeiten ohne Emails helfen

Nur 42 Prozent der Teilnehmer richten laut der Umfrage feste Zeiten ein, in denen das E-Mailprogramm ausbleibt. Zwar habe die digitale Kommunikation im Büroalltag eine große Bedeutung, jedoch bevorzugten 74 Prozent der Befragten ein direktes Gespräch von Angesicht zu Angesicht.

53 Milliarden Euro Kosten durch psychische Krankheiten pro Jahr

Dem Statistischen Bundesamt zufolge verursachen psychische Erkrankungen Behandlungskosten von 27 Milliarden Euro jährlich. Die Kosten für den dadurch hervorgerufenen Produktionsausfall summieren sich für die Volkswirtschaft auf weitere 26 Milliarden Euro.

 

(Quellen: Mittelstanddirekt / Randstad / Statistisches Bundesamt)

 

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