Energie & Umwelt

Bulgarien hält an umstrittenem AKW-Bau fest

Laut dem staatlichen russischen Atomkonzerns Rosatom wollen Russland und Bulgarien bis zum 1. Juni einen Festvertrag über den Bau des Atomkraftwerks Belene unterzeichnen. Bulgarien hatte bereits 2004 beschlossen, den 1991 unterbrochenen Bau des AKWs wieder aufzunehmen (zwei Reaktoren zu je 1.000 MW). Die Projektkosten explodierten jedoch von veranschlagten vier Milliarden Euro auf nun sechs Milliarden Euro. Damit würden sich die Investitionen in das wegen der Erdbebengefahr in Bulgarien äußerst umstrittene Projekt erst in 20 Jahren amortisieren. Zudem ist die Finanzierung nicht gesichert, daher schied bereits der deutsche Energiekonzern RWE im Oktober 2009 aus dem Projekt aus. Ein halbes Jahr zuvor war die Region um den AKW-Standort von einem Erdbeben der Stärke 5,3 erschüttert worden. In der Nähe (östlicher Rand der Karparten) lag auch bereits das Epizentrum für das zerstörerische Beben der Stärke 7,2 von 1977.

 

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