Wirtschaft

Bundesbank erwartet nur noch 0,5 bis 1% Wirtschaftswachstum in 2012

Die Bundesbank hat ihre Prognose für das Wachstum der deutschen Wirtschaft von bislang 1,8 Prozent im Jahr 2012 (Schätzung vom Juni 2011) auf nun 0,5 bis 1,0 Prozent nach unten korrigiert. Grund seien die anhaltenden Spannungen auf den Finanzmärkten und ein spürbarer Rückgang beim Export aufgrund der schwächeren Weltkonjunktur. Auch die EU-Kommission hatte ihre Prognose kürzlich von bislang 1,9 auf 0,8 Prozent gesenkt. Die Wirtschaftsweisen gingen Anfang November von 0,9 Prozent im kommenden Jahr aus, die Bundesregierung erwartet bislang 1 Prozent.

In dem aktuellen Monatsbericht der Bundesbank heißt es nun, die deutsche Wirtschaft dürfe in den kommenden Monaten in ein „schwierigeres konjunkturelles Fahrwasser geraten“. „Die empfindliche Abkühlung vor allem der Auslandsnachfrage vermischt sich mit der Nervosität an den Finanzmärkten.“ Im Gegensatz zu dem schwächelnden Export würden allerdings das Baugewerbe und die konsumnahen Wirtschaftsbereiche von weit weniger empfindlichen Beeinträchtigungen der Geschäftsaussichten ausgehen. Die Investitionsneigungen würden zudem hoch und der Arbeitsmarkt fest bleiben, auch eine Angebotsverknappung bei den Bankkrediten ließe sich nicht feststellen. Insgesamt dürfte sich so eine Verlagerung von außenwirtschaftlichen zu binnenwirtschaftlichen Wachstumskräften ergeben.

Im dritten Quartal war die deutsche Wirtschaft laut der Bundesbank noch um starke 0,5 Prozent gewachsen. Auf das Jahr hoch gerechnet ergibt das ein Wachstum von 2,5 Prozent. Das Wachstum für das zweite Quartal wurde zudem von 0,1 auf 0,3 Prozent nach oben korrigiert.
 

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