Wirtschaft

Bundesweiter Gehaltsvergleich – die Bayern verdienen am meisten

Laut einer Online-Umfrage der Jobbörse Stepstone unter 60.000 Nutzern verdienen die Beschäftigten in Bayern im Bundesvergleich am meisten. Hier werden im Durchschnitt 51.900 Euro ohne variable Anteile gezahlt. Hessen kommt auf 51.100 Euro, Baden-Württemberg auf 50.200 Euro. Mecklenburg-Vorpommern belegt mit einem Durchschnitt von 32.000 Euro den letzten Platz.

Zu den regionalen Unterschieden kommen branchenspezifische hinzu: Fachkräfte in der Pharma-, Chemie- und Autoindustrie erhalten mit 55.700 bis 57.700 Euro am meisten, gefolgt von Bankern und anderen Finanzdienstleistern mit 54.900 beziehungsweise 53.900 Euro. Der Maschinenbau zahlt im Schnitt 53.400 Euro.

Die Zahlen kommen nahe an etwas ältere Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes: Demnach betrug der monatliche Durchschnittslohn 2010 in der Finanz- und Versicherungsbranche, in den Bereichen Information und Kommunikation sowie Energieversorgung auf rund 4.250 Euro, was 51.000 Euro pro Jahr und ohne variable Anteile entspricht. Das Gastgewerbe zahlte mit monatlich 1.900 Euro, also 22.800 Euro pro Jahr am wenigsten.

Zu den regionalen und den Branchenunterschieden kommen noch die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen: Die Einkommenslücke, sprich die Ungerechtigkeit, ist hierbei nur in zwei anderen Ländern der EU größer als in Deutschland. In Tschechien betrug sie im Jahr 2009 rund 25,9%, in Österreich 25,4% und in Deutschland 23,2%. Die geringsten Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen gab es in Slowenien (3,2%), Italien (5,5%) und Malta (6,9%).

 

 

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