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BVMW fördert IT-Sicherheit in mittelständischen Unternehmen und Betrieben

Kleinere Unternehmen und Betriebe haben oftmals nicht die personellen Ressourcen, um eine IT-Sicherheit zu gewährleisten – sie bekommen nun Hilfe vom BVMW und dem BMWi.

Quelle: Gerd Altmann / pixelio.de

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft(BVMW) hat im Rahmen der Task Force IT-Sicherheit des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) eine Mittelstandsinitiative zur Förderung und Unterstützung der IT-Sicherheit in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ins Leben gerufen. Der BVMW informiert:

„Klein- und Mittelbetriebe profitieren in besonderer Weise von innovativer IT-Technik: Sie hilft ihnen bei der Erschließung neuer Märkte und dient dem engen Kontakt zum Kunden. Beim Thema IT-Sicherheit haben aber viele Mittelständler noch großen Nachholbedarf.“ Das erklärte Mario Ohoven, Präsident des BVMW, bei der Auftaktveranstaltung für das BVMW-Projekt „mIT-Sicherheit“ in Berlin.

Ohoven wies auf die Gefahren der Cyberkriminalität hin. Davon waren 20 Prozent aller Unternehmen schon einmal betroffen, bei rund 70 Prozent gingen personenbezogene Daten verloren. Gerade für innovative Betriebe sei das ein massiver Wettbewerbsnachteil, der schnell das Aus bedeuten könne. „Was ein Unternehmen heute in seine IT-Sicherheit investiert, spart es morgen doppelt und dreifach wieder ein“, so der Mittelstandspräsident.

Hans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, hob die Bedeutung vertrauensbildender Maßnahmen hervor: „Nur, wenn Vertrauen in sichere IT-Lösungen beim KMU-Nutzer vorhanden ist, wird der Unternehmer diese auch nutzen.“ Der BVMW sei hier im Rahmen des Projekts ein idealer Partner.

„IT-Sicherheit wird von Unternehmen bisher in erster Linie oft als Kostenfaktor betrachtet. Es wird aber außer Acht gelassen, dass damit Geschäfte gemacht werden können. IT-Sicherheit muss von den Unternehmen als Business-Enabler erkannt werden“, betonte die frühere Bundesjustizministerin Brigitte Zypries während der Diskussion.

Dr. Marianne Janik, Senior Director Public Sector bei Microsoft, und Dr. Waldemar Grudzien, Direktor des Bundesverbandes deutscher Banken, Geschäftsbereich Retail Banking und Banktechnologie, wiesen im Rahmen der Veranstaltung auf den Beitrag hin, den IT-Dienstleister und die Finanzbranche für mehr IT-Sicherheit im Mittelstand leisten können.

Das Projekt „mIT-Sicherheit – Bewusstseinsbildung für IT-Sicherheit im Mittelstand durch Finanzierer als Brückenbauer – Bottom-up und Top-down“ wird vom BMWi im Rahmen der Task Force IT-Sicherheit gefördert. Gemeinsam mit Finanzierern möchte das Projekt bei IT-Nutzern in KMU systematisch und nachhaltig Bewusstsein für IT-Sicherheit schaffen. Finanzierer kooperieren als Multiplikatoren und Wissensvermittler auf allen Verbandsebenen, sodass eine Vielzahl an KMU bundesweit durch Aktionen im Bereich IT-Sicherheit für das Thema sensibilisiert werden können.

Weitere Informationen zur Task Force IT-Sicherheit und ihren Angeboten sind unter www.it-sicherheit-in-der-wirtschaft.de abrufbar.

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Marc Brümmer

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