Wirtschaft

CELAC, Lateinamerikas neues Staatenbündnis – eine SWP-Analyse

In Lateinamerika liegen eine Reihe starker Wachstumsmärkte: Allen voran Brasilien und Mexiko. Aber auch Argentinien, Chile und eine Reihe weiterer Länder weisen beachtliche Potentiale auf. Die 33 Staaten Lateinamerikas und der Karibik haben sich nun Anfang Dezember 2011 auf ihrem Gipfeltreffen im venezolanischen Caracas zu der regionalen „Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten“ (CELAC) zusammenzuschließen. Die USA und Kanada sind aus diesem Bündnis ausgeschlossen, das somit eine Gegenbewegung zu der von den ökonomisch übermächtigen USA vorangetriebenen Free Trade Area of the Americas (FTAA) darstellt. Die Staaten hatten eine Dominanz der USA sowie einen Ausverkauf an US-Firmen befürchtet, mit denen sie (noch) nicht auf Augenhöhe im Wettbewerb bestehen können.

Der neue Zusammenschluss wird an Stelle des eher loseren Bündnisses der Rio-Gruppe treten. Ziel ist die Koordinierung der Kooperation, Konfliktlösung und Sondierung gemeinsamer, grenzüberschreitender Initiativen. Kurzfristig sollen vor allem die infrastrukturellen Verknüpfungen zwischen den beteiligten Ländern verbessert werden, um den intraregionalen Austausch zu verbessern. Mit der CELAC ist daher nun auch für die EU ein neuer Partner für den wirtschaftspolitischen Dialog mit Lateinamerika entstanden. Die renommierte Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) hat nun in einem 8-seitigen Dokument den neuen Staatenzusammenschluss analysiert und die entsprechenden Folgen aufgezeigt.

 

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