Energie & Umwelt

Chevron muss 18 Mrd. Schadensersatz zahlen, weil es Entschuldigung verweigert

Der US-Ölkonzern Chevron war im Februar 2011 in Ecuador ursprünglich zu einem Schadensersatz von 8,6 Milliarden Dollar verurteilt worden. Chevron hatte 2001 den US-Ölkonzern Texaco übernommen und muss nun für dessen gravierende Umweltzerstörungen im Amazonasgebiet Ecuadors in den 1970er und 1980er Jahren Schadensersatz leisten. Texaco habe in den 26 Jahren seiner Tätigkeit in Ecuador Millionen Tonnen an Erdölrückständen und hochgiftiges Förderwasser einfach in den Regenwald gepumpt. Die Proteste der Anwohner hatten dann 1991 zu dem Rauswurf Texacos aus dem südamerikanischen Land geführt. Insgesamt hatten nun 30.000 Anwohner auf Wiedergutmachung geklagt und zusammen 27 Milliarden Dollar gefordert. Das Gericht hatte die Schadensersatzsumme zunächst in der Höhe von 8,6 Milliarden Dollar festgelegt, aber damit gedroht, die Summe noch weiter zu erhöhen, wenn sich das US-Unternehmen weigern sollte, sich für seine Handlungen öffentlich zu entschuldigen. Chevron, das alle Vorwürfe abstreitet, kam der Aufforderung nicht nach. Entsprechend hat das Gericht nun seine Drohung wahr gemacht und die Summe auf 18 Milliarden Dollar erhöht.

Die bisher größte Ölkatastrophe der Menschheitsgeschichte hat ähnliche Gründe und findet sich auf der anderen Seite des Atlantiks im Nigerdelta Nigerias (siehe 6-Minuten-Video auf Youtube).

 

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