Energie & Umwelt

China führt erstmals nationale Einspeisevergütung für Photovoltaik ein

Die chinesische Regierung hat die von vielen erwartete nationale Einspeisevergütung endlich der Öffentlichkeit offenbart. Bisher wurden bei Verhandlungen mit Solarstrom-Lieferanten Vergütungen von 0.73 Yuan (8 Cent) bis 0.99 Yuan (10 Cent) pro Kilowattstunde vereinbart und bezahlt. Jetzt erwartet die Besitzer und Betreiber von Photovoltaik Anlagen und Kraftwerken eine nationale Einspeisevergütung von einem Yuan (11 Cent) pro Kilowattstunde. Anlagen, die vor dem 1. Juli genehmigt und bis Ende des Jahres fertiggestellt werden, bekommen eine Vergütung von 1,15 Yuan (12-13 Cent), als auch bestehende und zukünftige Solaranlagen in Tibet. Es wird erwartet, dass vor allem die lokalen chinesischen Solarfirmen von der Einspeisevergütung profitieren werden und Investoren motiviert werden, neue Projekte zu finanzieren. Bis Ende 2011 werden 7 von 10 der größten Produzenten von Solaranlagen aus China stammen und die Einspeisevergütung wird dazu beitragen, dieses Wachstum weiter zu beschleunigen. Die Regierung hat sich bis 2015 das Ziel gesetzt, insgesamt fünf Gigawatt an Solaranlagen zu installieren. Jedoch wird im Moment diskutiert, die angestrebte Gigawatt Menge zu verdoppeln.

Auch wenn im ersten Halbjahr 2011 weniger Anlagen installiert wurden als angenommen, hebt IMS Research seine Prognose für die Entwicklung des Solarmarktes 2011 auf über 22 GW an Neuinstallationen an. Europa ist immer noch einer der stärksten Märkte mit 70% der Neuinstallationen weltweit und USA und China zeigen ein besonders großes Wachstumspotential. Die Analysten zeigen sich für 2012 weiter zunehmend optimistisch, auch wenn der Markt große Herausforderungen an die Industrie stellen wird.

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