Technologie

China gelingt als dritter Nation automatisches Andockmanöver im All

China ist als weltweit dritter Nation ein automatisches Andockmanöver im All gelungen. Das am Dienstag gestartete unbemannte Raumschiff „Shenzhou 8“ (Magisches Schiff) dockte erfolgreich an dem am 29. September ins All gebrachten Weltraummodul „Tiangong 1“ (Himmelspalast) in 343 km Höhe an. Dies war das erste automatische Andockmanöver in der Geschichte der chinesischen Raumfahrt. Manöver dieser Art gelten als technisch äußerst anspruchsvoll. Das Weltraummodul „Tiangong 1“ gilt als Prototyp für eine zukünftige chinesische Raumstation, die ab 2020 realisiert werden soll, aber mit 60 Tonnen im Verhältnis zu den 400 Tonnen der ISS eher bescheiden ausfallen wird.

Chinas Weltraumprogramm ist äußerst ambitioniert: Derzeit wird das satellitengestützte Navigationssystem Compass aufgebaut, das – obwohl später begonnen – mit mittlerweile neun geostationären Compass-Satelliten das europäische Projekt Galileo bereits überholt hat. In zwei Jahren ist eine unbemannte Mondlandung geplant. Zudem werden stärkere Raketen entwickelt, die deutlich mehr Nutzlast transportieren können und auf der südchinesischen Insel Hainan wird bis 2014 ein dritter Raumfahrtbahnhof realisiert, der durch die größere Nähe zum Äquator deutlich weniger Schubenergie und dadurch signifikante Einsparungen beim Treibstoff verspricht. Die ersten "Taikonauten" wurden bereits 2003 mit der Shenzhou 5 und 2006 mit der Shenzhou 6 erfolgreich ins All geschickt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.