Technologie

China hat erstes Modul für eigene Raumstation ins All geschickt

China hat sein erstes Modul für seine eigene Raumstation „Tiangong 1“ (Himmelspalast) erfolgreich ins Weltall befördert (siehe Video). Die Rakete vom Typ „Langer Marsch 2FT1“ war am Donnerstag vom Raumfahrtzentrum in Jiuquan (Provinz Gansu) in Nordwestchina gestartet. In 350 Kilometer Höhe entfaltete das Modul dann wie geplant seine Sonnensegel für die Energieversorgung der Station. Im November folgt dann ein Test mit dem unbemannten Raumschiff „Shenzhou 8“ (Magisches Schiff), das ferngesteuerte Kopplungsmanöver mit dem Modul üben soll. Im nächsten werden dann auch erstmals Astronauten das Modul anfliegen und als Mini-Raumlabor nutzen. Die Versuchs-Raumstation soll bis 2016 fertig errichtet sein. 2020 soll dann die Errichtung einer permanenten Raumstation folgen, die allerdings mit 60 Tonnen im Verhältnis zu den 400 Tonnen der ISS eher bescheiden ausfallen soll.

Laut Raumfahrtexperten sei Chinas größtes Manko derzeit die mangelnde Erfahrung mit Andockmanövern: „Es hat noch nie zwei Raumschiffe miteinander verkoppelt. Die Risiken sind enorm.“

Chinas Weltraumpläne sind dennoch ehrgeizig: Derzeit wird ein eigenes satellitengestütztes Navigationssystem aufgebaut und in zwei Jahren ist eine unbemannte Mondlandung geplant. Stärkere Raketen werden entwickelt, die mehr Nutzlast transportieren können und auf der südchinesischen Insel Hainan wird ein dritter Raumfahrtbahnhof gebaut. Die größere Nähe zum Äquator reduziert dabei die benötigte Schubenergie beträchtlich. Die Inbetriebnahme ist für 2014 geplant.

 

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