Regionales

Chinesen steigen in mittelständisches Engineering-Unternehmen ein

"Heute ist ein großer Tag für die Krefelder Wirtschaft“, kommentiert Suoyun Li, Vizepräsident der chinesischen Xugong Gruppe die Unterzeichnung des Kooperationsvereinbarung mit der deutschen Stadt. Das Unternehmen XCMG, nach eigenen Angaben eines der größten Bauunternehmen der Welt und unter den 150 größten Unternehmen in China, investiert 50 Millionen für den Bau eines europäischen Forschungszentrums in Fichtenhain, Krefeld. Wegen fehlender EU-Zulassung blieb der europäische Markt der XCMG bisher verwehrt. Um diesen zu erschließen und ihre Baumaschinen für den Weltmarkt zu optimieren, übernahm das chinesische Unternehmen die 70%-Mehrheit des mittelständischen Unternehmen Fluitronics GmbH, dessen Kompetenzen in integrierten hydraulischen Systemlösungen und Komponenten liegen. Die beiden Unternehmen arbeiteten schon seit Jahren erfolgreich zusammen und werden nun gemeinsam XCMG-Europe bilden.

Schon 2012 wird der Bau der Forschungsanlage auf dem 16.000 Quadratmeter großen Areal, dass XCMG vor zwei Wochen von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft erstanden hatte, beginnen. Während des ersten Bauabschnitts werden Werkstätten, Prüfstände, Labore und Büros auf einer Flache von 5.000 Quadratmetern entstehen, in denen an effizienten Antriebs- und Steuerungstechniken für Baumaschinen mit reduzierten Energieverbrauch geforscht werden soll. Insgesamt stehen XCMG-Europe mit Fluitronics 25.000 Quadratmeter zur Verfügung.

Franz Hajek, Eigentümer von Fluitronics sieht den Einstieg der Chinesen als eine „glückliche Fügung“, denn Forschung und Entwicklung in diesem Umfang sind für ein kleines Mittelständisches Unternehmen finanziell nicht durchführbar. Vor allem wäre dieser Schritt wichtig, um neben den großen Firmen der Branche konkurrenzfähig zu bleiben. „Alleine schaffen wir das nicht mehr.“

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