Wirtschaft

Chinesen wütend auf Versailles-ähnliche Zentrale eines Staatskonzerns

Der staatliche chinesische Pharmakonzern Harbin Pharmaceuticals erregt derzeit die Gemüter der eher zurückhaltenden Chinesen. Grund ist die neue Konzernzentrale, die an Prunk sogar das französische Schloss Versailles in den Schatten stellen könnte – firmeneigene Fitnessstudios und Swimmingpools inbegriffen. Für Empörung sorgt dabei nicht nur, dass der Konzern in Staatsbesitz ist, sondern auch sein Geld mit kranken Menschen verdient. So etwa ein anonymer User mit dem Pseudonym Medical Pioneer 2: „Es ist ein Palast, der auf dem Schmerz von Millionen von Patienten aufgebaut ist.“ Der Konzern kontert die öffentliche Empörung, man habe mit der aufwendigen Ausstattung lediglich der Öffentlichkeit etwas zurückgeben wollen. Mittlerweile hat er die Fotos von seiner Homepage wieder entfernt.

Dabei war der Konzern erst im Juni in die Schlagzeilen geraten, als bekannt wurde, dass er an einem seiner Standorte exzessiv Schmutzwasser und Abgase produziert. Im August wurde dann öffentlich, dass ein Mineralwasser des Konglomerats krebserregendes Bromat enthält. Die öffentliche Reaktion: „Sie behaupten, nicht genug Geld zu haben, um ihren Schmutz aufzubereiten. In Wirklichkeit haben sie alles in Luxusdekoration investiert! Das erklärt auch, warum die Medikamente so teuer bleiben!“
 

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