Wirtschaft

Chinesische Lenovo will Aldi-Lieferanten Medion übernehmen

Der chinesische Computerproduzent Lenovo will für 630 Millionen Euro den in Essen ansässigen Aldi-Lieferanten Medion übernehmen (Computer, Kameras und Navigationsgeräte). Das Angebot liegt rund 18 Prozent über dem gegenwärtigen Aktienkurs. Lenovo war 1984 gegründet worden und ist mittlerweile der viertgrößte PC-Hersteller weltweit. 2005 hatte Lenovo bereits für 1,75 Milliarden Dollar die PC-Sparte des US-Konzerns IBM gekauft. Lenovo will zudem bei der PC-Produktion künftig mit dem japanischen Konzern NEC zusammenarbeiten. Medion wiederum war 1983 von dem Unternehmensgründer, Mehrheitseigentümer und Vorstandschef Gerd Brachmann gegründet und 1998 an die Börse gebrachte worden. Brachmann nahm das Übernahmeangebot bereits zu großen Teilen an und dürfte dafür rund 230,7 Millionen Euro erhalten. Der Umsatz des Essener IT-Konzerns war nach der Jahrtausendwende von drei Milliarden Euro und einem Gewinn von 179,9 Millionen Euro im Jahr 2003 auf zuletzt 1,64 Milliarden Euro Umsatz in 2010 und 28,1 Millionen Euro zurückgegangen.
 

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