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Coaching Convention 2013: Jan Haines über „mobiles Lernen“

Logo: Coaching Convention 2013
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Am 17. und 18. Mai 2013 findet die sechste Coaching Convention in Berlin statt. Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, Coaching-Experten hautnah und im Einsatz zu erleben und wichtige Kontakte zu knüpfen. Die Coaching Convention richtet sich in diesem Jahr in erster Linie an Verantwortliche für Human Ressources, an alle Themeninteressierten der hochwertigen Vorträge sowie an Coachs und ähnliche Berufsgruppen. Das Programm besteht aus zwei Workshops (Themen: Marketing und Networking) sowie zahlreichen Coaching-Vorträgen von Profis (Link zum Programm). Als Höhepunkt findet traditionell die Verleihung des Coaching Awards statt. AGITANO, das Wirtschaftsforum für den Mittelstand, hat die Gelegenheit genutzt und die Referenten im Vorfeld interviewt. Heute: Jan Haines zu seinem Vortrag „mobiles Lernen“.

Wenn Sie bei der Anmeldung folgenden Code angeben, erhalten Sie als AGITANO-Leser 25% Nachlass: agitano_cc2013_amf. Zur Online-Anmeldung: http://www.coaching-convention.de/2013/berlin/anmeldung

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1. Guten Tag Herr Haines. Sie referieren auf der Coaching Convention über mobiles Lernen. Der Begriff ist noch recht jung – wie lange gibt es schon diese Entwicklung?

Zunächst möchte ich mich Jan Haines, mobiles Lernen, Coaching Conventionfür Ihr Interesse an mobilem Lernen herzlich bedanken. Ich freue mich schon sehr auf den Austausch auf der Coaching Convention zu meinem Thema „mobiles Lernen“. Die Idee, dass Lernen nicht an Raum und Zeit gebunden ist begleitet die Pädagogik ja schon über viele Jahrhunderte hinweg. In der jüngeren Zeit hat der Begriff des „mobilen Lernens“ jedoch eine neue Dimension durch die in Verbindung mit tragbaren Computergeräten, die mit drahtlosen bzw. drahtgebundenen Datenübertragungstechniken arbeiten, erhalten. Diese Entwicklung wurde u.a. schon in den 1960er Jahren durch Computerexperten vom Xerox Palo Alto Research Center voran getrieben, die mit tragbaren Geräten Lerninhalte schon für Kinder zugänglich machen wollte.

2. Was sind die großen Vorteile des mobilen Lernens – außer der Mobilität des Lernenden?

Aus meiner Sicht sind hier die Möglichkeit des Zugriffes auf vielfältige Informationskanäle in Echtzeit und auch in Bezug auf Kontextsensitivität hervorzuheben. Darüber hinaus möchte ich auf die erhöhe Lerneffizienz durch Lernen an Orten die z.B. geringen Bezug zum Lerninhalt haben, hinweisen sowie auf die Möglichkeiten die sich für bedarfs- und problemorientiertes Lernen dadurch ergeben, dass der Lerner zeit- und raumunabhängig in seiner persönlichen Umgebung lernen kann. Außerdem find ich es sehr interessant dass z.B. in Laptopklassen an Schulen verbesserte Kompetenzen in Textarbeit und (fachübergreifender) Kommunikation sowie höhere Medienkompetenz und eine stärkere Ergebnisorientierung festzustellen war.

3. Wo ist der Unterschied zu E-Learning?

Aus meiner Sicht ergänzt das mobile Lernen das weite Feld der E-Learning Angebot sinnvoll. Neben technologischen Unterschieden (Bandbreite, Speicherplatz, Präsentation) sollte man aber auch die Intention des Nutzers noch mit beleuchten, denn im Bereich des mobilen Lernens kann man eine stärkere Tendenz zu privatem, eher unstrukturiertem und situativem Lernen erkennen. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass mobiles Lernen in der Zukunft größere Auswirkungen haben könnte, als das bisher bekannte klassische E-Learning, denn es kann lernerzentriert und damit just-in-time angeboten werden.

4. Gibt es auch Nachteile des mobilen Lernens?

Der sinnvolle Einsatz von mobilen Lernangeboten hängt meiner Meinung nach sehr stark von der jeweiligen Zielgruppe und den dafür vorgesehenen Rahmenbedingungen ab. Ich würde es daher auch als vollumfänglichen Ersatz von bisher bekannten Ansätzen sehen sondern eher als Ergänzung. Darüber hinaus sollte neben finanziellen Aspekten auch die Tatsache berücksichtigt werden, dass die ständige Verfügbarkeit von Informationen in unserer Zeit von einigen Mitmenschen als Belastung empfunden werden kann.

5. Ab welchem Alter bietet sich das mobile Lernen an? Ist das auch was für Schüler?

Wie bereits gesagt, zeigen die Beispiele von Laptop-Klassen an einigen Schulen in Deutschland, dass mobiles Lernen auch für Schüler sinnvoll sein kann. Darüber hinaus hängt meiner Ansicht nach die Nutzung von mobilen Angeboten durch Kinder sehr stark von der altersgerechten Aufbereitung und einer sinnvollen Medienerziehung ab. Meine siebenjährige Tochter nutzt z.B. bereits begeistert ein Smartphone-App um das richtige Ablesen der Uhrzeit zu üben.

6. Gibt es auch schon Bildungsinstitutionen wie z.B. Fernuniversitäten, die mobiles Lernen unterstützen?

Das Thema mobiles Lernen bietet sich für solche Bildungseinrichtungen geradezu an. Dass unter anderem auch schon die in Deutschland sehr bekannte Fernuniversität in Hagen diesen Trend erkannt hat zeigt u.a. der im vergangenen Monat dort bereits zum fünften Mal durchgeführte „Mobile Learning Day“.

7. Welche Trends und Entwicklungen kommen in diesem Bereich noch auf uns zu?

An dieser Stelle würde ich Sie sehr gerne zu meinem Vortrag auf der Coaching Convention einladen, in dem ich auf die aktuellen Trends und Zukunftsentwicklungen eingehen werde. In jedem Fall werde ich auch auf die große Bedeutung von Videos im Rahmen des mobilen Lernens bezugnehmen und freue mich schon auf eine anregende Diskussion mit dem Publikum.

Vielen Dank für das Gespräch!

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Daten zur Coaching Convention

Titanic Comfort
Elisabeth-Mara-Str. 4 (Seydelstr. 5)
10117 Berlin
Fon: +49 (0)30 7677 187

Link zur Onlineanmeldung für die Coaching Convention

Wenn Sie bei der Anmeldung folgenden Code angeben, erhalten Sie als AGITANO-Leser 25% Nachlass: agitano_cc2013_amf. Zur Online-Anmeldung: http://www.coaching-convention.de/2013/berlin/anmeldung

Marc Brümmer

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