Wirtschaft

Commerzbank kann Kapitallücke langsam schließen

Die Commerzbank ist auf einem guten Weg, die Kapitallücke von 5,3 Milliarden Euro bis Ende Juni 2012 ohne staatliche Hilfe aus eigener Kraft zu schließen. Bis dahin muss die Bank eine harte Kernkapitalquote von 9% aufweisen. Der entsprechende Plan muss den Aufsehern bis zum 20. Januar vorliegen. Der Commerzbank-Aktionär Allianz springt der Großbank nun zur Seite. Damit sei der Rettungsplan nun zu vier Fünftel perfekt.

Die Allianz hält eine stille Einlage bei der Commerzbank in Höhe von 750 Millionen Euro. Sie wird von der EU-Bankenaufsicht allerdings nicht als hartes Kernkapital anerkannt, weil die Zinsen der Einlage unabhängig vom Gewinn der Bank sind. Die Allianz hat sich nun bereit erklärt, die Modalitäten so zu ändern, dass die Commerzbank die Einlage zum Kernkapital hinzu zählen kann. Dadurch steigt der Anteil der Allianz an der Commerzbank voraussichtlich auf über 15%, womit der Versicherer der zweitgrößte Aktionär nach dem Staat werden würde. Nach Bekanntgabe der Meldung stieg die Commerzbankaktie deutlich um fast 5%, die Papiere der Allianz stiegen um 1,3%.

Die weiteren bisherigen Schritte zur Schließung der Kapitallücke sind: 2,7 Milliarden Euro durch die Reduzierung der Risiken in der Bilanz, 700 Millionen Euro durch den Rückkauf von Hybridanleihen und 200 Millionen Euro durch den Verkauf der früheren Zentrale der Commerzbank-Tochter Dresdner-Bank.

 

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