Wirtschaft

Commerzbank will 300 Filialen schließen

Die Commerzbank, Deutschlands zweitgrößte Bank, will aus Kostengründen über 300 Zweigstellen schließen. Durch die Fusion der Commerzbank mit der Dresdner Bank Mitte 2008 hatte sich die Anzahl der Zweigstellen von rund 800 auf 1.540 erhöht. Durch die Reduzierung auf 1.200 sollen einerseits Kosten eingespart werden, andererseits hätte die Bank dann immer noch eines der dichtesten Filialnetze in Deutschland. Häufiger sind vor allem die Sparkassen und genossenschaftlichen Banken vertreten, deren weiterer großer Vorteil es ist, nicht primär gewinnorientiert ausgerichtet, sondern der Gemeinnützigkeit verpflichtet zu sein. Das heißt, alle Gewinne fließen den jeweiligen Trägern, also den kommunalen Gebietskörperschaften und damit der Gesellschaft zu. Dagegen peilt im deutlichen Gegensatz beispielsweise die Deutsche Bank eine Umsatzrendite von 20 Prozent und einen Gewinn von über 10 Milliarden Euro an, der dann primär den Anteilseignern sowie per Boni (größtenteils den leitenden) Mitarbeitern zugute kommt. Die Commerzbank selbst hat im ersten Quartal 2011 wieder einen operativen Gewinn von rund 1,2 Milliarden Euro erzielt. Die harte Kernkapitalquote erreichte 11,0 Prozent. Priorität hat nun die Rückerstattung der im Zuge der Finanzkrise zugeflossenen staatlichen Gelder in Höhe von insgesamt 18,2 Milliarden Euro, davon 16,2 Milliarden Euro als stille Einlage. Bis Juni sollen insgesamt 14,3 Milliarden zurückgezahlt werden. Das Aktienpaket des Bundes in Höhe von 25 Prozent plus einer Aktie bleibe allerdings vorerst erhalten.
 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.