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CPO 2014: Das sind die neuen Herausforderungen für Einkäufer

Hoher Kostendruck in der Automobilindustrie, Markt- und Produktionsverschiebung nach Asien im Maschinenbau und High-Tech-Bereich, Verschiebung der Wettbewerbslandschaft im Transportsektor und die Ressourcenknappheit in der Chemieindustrie stellen Einkäufer in den Unternehmen, auch Chief Procurement Officers (CPO) genannnt, 2014 vor große Herausforderungen.

Schließlich muss der CPO in der Lage sein Merkmale wie Qualität, pünktliche Lieferung sowie Kosten der eingekauften Dienstleistungen und Produkte in Übereinstimmung zu bringen. „Die Herausforderungen für den Einkauf, aber auch die Hebel, auf die die Einkaufschefs zurückgreifen können, unterscheiden sich je nach Industriesektor deutlich“, kommentiert Oliver Knapp, Co-Autor der „CPO Agenda 2014“ die darin enthaltenen Ergebnisse.

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Was steht für Einkäufer 2014 alles auf der Agenda? (Bild: Marko Greitschus / pixelio.de).

Die internationale Studie von Roland Berger Strategy Consultants identfiziert die wichtigsten Trends und notwendigen Hebel für die Einkaufschefs folgender sieben Hauptindustrien:

– Automotive
– Chemie
– High-Tech-Industrie
– Verbrauchsgüterindustrie
– Gesundheitswesen
– Transportsektor
– Finanzsektor

 „Einkaufsleiter müssen schneller und spezifischer darauf reagieren, um ihrem Unternehmen effizient dabei zu helfen, die industriespezifischen Herausforderungen zügig zu erkennen und dagegen zu steuern“, so Knapp weiter.

2014 – Das Jahr der Kosteneinsparungen

Für die überwiegende Mehrheit der internationalen Unternehmen aus den eben erwähnten sieben Branchen steht das Jahr 2014 vor allem im Zeichen von Kosteneinsparungen (90Prozent). Um dennoch sowohl die Qualität der Produkte kurzfristig zu sichern und die schnelle Verfügbarkeit der Waren zu garantieren, wollen Einkaufsverantwortliche folgende Hebel richtig setzen.

Die engere Kooperation mit den einzelnen Fachabteilungen im Unternehmen, um an Lieferanten spezifischere Produktanforderungen zu formulieren. Auf diesem Weg lassen sich unter anderm Stückkosten reduzieren. Darüber hinaus engere Fixierungen von Qualitätsanforderungen, um eine höhere Produktqualität erreichen.

Langfristiges Denken angemahnt

Die Autoren der Studie mahnen die CPOs dazu an, langfristiger zu denken. Um rechtzeitig passende Lösungen für das eigene Unternehmen zu finden, gilt es allen voran Trends, die sich auf den Einkauf negativ auswirken können, möglichst frühzeitig zu erkennen. CPOs „… sollten zum Beispiel ein innovatives Zulieferernetz entwickeln und auf so gennannte Zulieferer-Partnerschaften 2.0 setzen“, rät Christian Böhler. „Es geht nicht nur darum, dass Produkte rechtzeitig geliefert werden; Firmen sollten vielmehr richtige Innovationen in Zusammenarbeit mit den Lieferanten entwickeln. Denn so entsteht eine echte Win-Win-Situation: Neue Produkte werden nach dem tatsächlichen Marktbedarf entwickelt und erfolgreich eingeführt. Zugleich lassen sich die Kosten besser auf alle Kooperationspartner verteilen.“

(cs / Roland Berger Strategy Consultants)

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Weiterführende Links und Informationen:

Hintergrundinformationen sowie eine Auflistung der wichtigsten Trends und Herausforderungen für CPOs finden Sie in der Kurzzusammenfassung der „CPO Agenda 2014“ (PDF).

Christoph Schroeder

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