Wirtschaft

Daimler und Rolls-Royce erhöhen Angebot für Tognum

Der Friedrichshafener Dieselmotorenhersteller Tognum ist den Partnern Daimler und Rolls-Royce mehr wert als bislang kommuniziert. Sie erhöhten ihre Offerte um insgesamt 260 Millionen Euro auf 3,4 Milliarden Euro (von 24 Euro auf 26 Euro je Aktie). Der Tognum-Vorstand gab daraufhin grünes Licht für die Übernahme. Nun liegt es an den Anteilseignern, bis zum 1. Juni die neue Offerte anzunehmen. Die beiden Kaufinteressenten bekräftigten dabei erneut, alle Standorte und Arbeitsplätze erhalten zu wollen. Allein Tognum-Vorstandschef Heuer wird für seine drei Millionen Papiere 79 Millionen Euro erhalten. Daimler hält bereits wieder 28,4 Prozent an seiner ehemaligen Tochter. Tognum ist ein börsennotierter Anbieter von Dieselmotoren, sowie kompletten Antriebs- und Energiesystemen (Gasturbinen) rund um das Kernunternehmen MTU Friedrichshafen und gilt als Technologieführer. Unter der Ägide des umstrittenen (häufig als Manageristen bezeichneten) Jürgen Schrempp hatte Daimler Ende 2003 den Motorenbauer für 1,5 Milliarden Euro an den schwedischen Finanzinvestor EQT verkauft. Dieser machte bei dem späteren Börsengang dann einen riesigen Gewinn – alles in allem ein Plus von 2,4 Milliarden Euro, bei gerade einmal 220 Millionen Euro Eigenkapital. 2008 sah Daimler seinen Fehler teilweise ein und kaufte bereits 22% der Aktien zurück. Nun soll Tognum gemeinsam mit der britischen Rolls-Royce in einem fifty-fifty Joint Venture zu 100% übernommen werden.
 

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