Wirtschaft

Daimler und Rolls-Royce mit Tognum-Übernahme erfolgreich

Die Korrektur eines großen strategischen Fehlers 2003-2005 unter dem damaligen Daimler-Chef Jürgen Schrempp wurde teilweise vollzogen. Damals war die ehemalige Daimler-Tochter und Technologieführer MTU Friedrichshafen – spezialisiert auf Dieselmotoren für Schiffe, Panzer, Lokomotiven und Yachten sowie kompletten Antriebs- und Energiesystemen (Gasturbinen) – für 1,5 Milliarden Euro an den schwedischen Finanzinvestor EQT verkauft worden. EQT machte bei dem späteren Börsengang dann einen riesigen Gewinn – alles in allem ein Plus von 2,4 Milliarden Euro, bei gerade einmal 220 Millionen Euro Eigenkapital. 2008 sah Daimler seinen Fehler ein und kaufte bereits 22 Prozent der Aktien zurück. Zusammen mit der britischen Rolls-Royce sollte Tognum nun in einem fifty-fifty Joint Venture zu 100 Prozent übernommen werden. Mit dem Ablauf der Übernahmeofferte zum 1. Juni halten die beiden Partner nun knapp 60 Prozent an dem mittlerweile als Tognum firmierenden Unternehmen. Tognum soll unter der gemeinsamen Führung zum weltweiten Marktführer für Industriemotoren weiterentwickelt werden. Andrew Shilston von Rolls-Royce: „Dieses Joint Venture bündelt die Innovationskraft, Technologie und Entwicklungsexpertise dreier Weltklasse-Unternehmen.“ Die Übernahmeofferte bewertet den Motorenbauer mit rund 3,4 Milliarden Euro – allein Tognum-Vorstandschef Heuer hat für seine drei Millionen Papiere rund 79 Millionen Euro erhalten.
 

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