Wirtschaft

Daimlers Quartalsgewinn 1,2 Mrd. – Rohstoffmehrkosten über 700 Mio.

Daimler hat seinen Quartalsgewinn auf Netto 1,2 Milliarden Euro deutlich gesteigert. Der Umsatz stieg um 17 Prozent auf 24,7 Milliarden Euro. Damit stieg die Netto-Liquidität des Unternehmens auf 12,4 Milliarden Euro. Als erstes Unternehmen hat Daimler zudem die eigenen Verluste durch die Naturkatastrophe in Japan beziffert. Für das zweite Quartal rechnet der Stuttgarter Edelautobauer mit 50 bis 100 Millionen Euro. Zudem würden die zuletzt mit 700 Millionen Euro (!) veranschlagten Mehrkosten für den Rohstoffeinkauf im laufenden Jahr nicht ausreichen. Grund sind die spekulativ enorm steigenden Rohstoffe, die die reale Volkswirtschaft in Mitleidenschaft ziehen („70 Prozent der Preisaufschläge sind den Spekulanten geschuldet“, so Klaus Josef Lutz, Chef des größten europäischen Agrarhändlers Baywa). Die Politik hat jedoch bislang außer leeren Worten noch nichts gegen die Spielsucht an den Börsen unternommen, obwohl sie der französische Präsident Sarkozy sogar zu einem der Hauptthemen seiner gegenwärtigen G-8 Ratspräsidentschaft erklärt hatte: Spekulation ist keine Investition und schadet durch die höheren Preise der realen Wirtschaft und entzieht zudem dem Bürger seinen Lohnzuwachs und damit der Volkswirtschaft zusätzliche Kaufkraft. Lediglich die wenigen Gewinner, also das Umfeld um die Spekulanten, versuchen ihr Geschäftsmodell aus Gründen der persönlichen Bereicherung schönzureden und preisen dies in den Medien als den Königsweg, um „Preisdifferenzen aufzudecken“ – aber man soll ja auch nicht die Frösche fragen, wenn man den Sumpf trocken legen will.

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