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Das Juwel und der Kiesel – Das Ungleichgewicht im Dialog

Unterhalten sich zwei Menschen ist dies komplementär. So hat es der berühmte Kommunikationsforscher Paul Watzlawik genannt. Er meinte zwar, es gäbe auch eine symmetrische Kommunikation, also eine, bei der beide Gesprächspartner gleichwertig sind. Doch diese habe ich in der Praxis noch nie erlebt, zumindest nicht dauerhaft. In der Regel gibt es stets einen dominanten und einen untergeordneten Gesprächsteilnehmer. Auch dann, wenn sich diese Situation drei Sätze weiter umkehren kann.

 

Warum ich Ihnen das erzähle? Weil ich der Ansicht bin, dass die Per-sönlichkeit eines Menschen stärker überzeugt, als Argumente. Das Juwel gewinnt, der Kiesel verliert.

 

Jeder Mensch hat von sich ein inneres Abbild seiner selbst, auch wenn manchen das selbst nicht bewusst sein mag. Dieses Selbstbild entsteht aufgrund einer Einschätzung von Dingen wie Selbstsicherheit, Stärke, Intelligenz und Kompetenz. Je nach Ausprägung dieser Komponenten ist das Bild entweder größer oder kleiner – und dies hat nichts zu tun mit der tatsächlichen körperlichen Größe. Gleichzeitig hat er ein derartiges Bild von seinem Gegenüber. Hält er ihn für sicherer, stär-ker, intelligenter oder kompetenter, ist das Bild größer als das eigene – oder eben kleiner.

 

Diese Größe des Gegenübers spielt eine gewaltige Rolle in Bezug auf die Glaubwürdigkeit der Person. Einer „größeren“ Persönlichkeit glau-ben wir gerne, bei einer kleineren zweifeln wir. Klingt einfach – und ist es auch. Natürlich gibt es Argumente, die wir auch der kleineren Person glauben oder welche, die wir auch der größeren nicht glauben wollen. Doch kann jeder durch sein Auftreten dafür sorgen, dass er glaubwürdiger und kompetenter wirkt. Da hilft es natürlich, selbst ein großes Bild von sich zu haben. Aber bitte nicht übertrieben, Grundlage muss schon eine echte Selbstsicherheit sein, keine arrogant vorgegebene. Wer dagegen tatsächlich ein sehr großes Selbstbild hat und eine echte Sicherheit, der muss das ja nicht in jedem Moment zeigen. Denn manche Schwächen machen menschlich. Und die Kombination einer echten Persönlichkeit mit ein paar Schwächen kommt meistens gut an.

 

Mehr in einer Woche …..

 

Mit glanzvollen Grüßen

 

Michael Moesslang

PreSensation Institute

 

 

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Zur Person:

 

Michael Moesslang, Dipl. Kommunikationswirt BAW, 5 Sterne Redner, Top 100 Excellence Trainer, Coach und Autor, ist der Experte für „PreSensation®“. Seine mitreissenden Keynote-Vorträge und Seminare zu den Themen Präsentation und Rhetorik, sowie persönliche Wirkung und Körpersprache motivieren, seine gelebte und stimmige professionelle Authentizität überzeugt. Seine Philosophie ist, dass jeder einzelne durch die eigene persönliche Wirkung und Selbstsicherheit im Auftreten zum positiven Botschafter für sein Unternehmen wird.  Als Experte seines Faches bezieht er aktuelle Erkenntnisse aus Psychologie und Verhaltenswissenschaften ein und schafft dadurch nachhaltigen Nutzen. Michael Moesslang aktivierte als Vortragsredner und Lehrbeauftragter – z. B. St. Galler Business School – bereits Zuhörer in über 1.000 Vorträgen und Präsentationen. www.Michael-Moesslang.de

 

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