Wirtschaft

Das ökonomische Potenzial Afrikas: Die fünf afrikanischen Löwen

Nach den vier (südost-)asiatischen Tigern – den aufstrebenden Schwellenländern Südkorea, Taiwan, Singapur und die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong, die in den 1980er und 1990er Jahren rasant zu den westlichen Industrienationen aufschließen konnten – geht der Fokus nun auf fünf afrikanische Löwen über, denen ein ähnliches Wachstumspotenzial zugetraut wird: Südafrika, das westafrikanische Ghana, Ägypten, Tunesien und Marokko.

Eine aktuelle Studie des Berlin-Instituts im Auftrag der GfK-Nürnberg (Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung e.V.) hat nun die wirtschaftlichen und demografischen Potenziale dieser aufstrebenden Länder analysiert. Im Fokus stehen dabei die Probleme, die die einzelnen Regionen bereits zu überwinden hatten, sowie die Hürden, die noch immer vor ihnen liegen. Die fünf afrikanischen Löwen belegen dabei auf gesamt Afrika gesehen in den Teilbereichen Wirtschaft, Politik/Rechtssicherheit, Lebensbedingungen und Bevölkerungspotenzial die vordersten Plätze.

Weitere Hoffnungsträger auf dem afrikanischen Kontinent mit seinen 58 Staaten seien – mit Einschränkungen – Gabun, Mauritius, Namibia, Gambia und der Senegal. Kenia, die Regionalmacht der afrikanischen Ostküste, die zur Zeit militärisch im zerfallenen Nachbarland Somalia stabilisierend versucht einzugreifen, rangiere nur in der zweiten Liga, sei aber in Ostafrika Spitzenreiter vor Tansania und Madagaskar. Das Schwergewicht und erdölreiche Nigeria bekommt zwar lediglich die Gesamtnote 3, doch biete das Land für Unternehmen und Investoren aufgrund der sehr wohlhabenden Oberschicht und einer wachsenden Mittelklasse dennoch hochinteressante Potenziale, allerdings ist die soziale Ungleichheit und die Korruption enorm.

Eine ausführliche Zusammenfassung der Studie „Fünf Löwen auf dem Sprung? Wirtschaftliche und demografische Potenziale der aufstrebenden Länder Afrikas“ ist kostenfrei auf der Website des Berlin-Instituts eingestellt.

(mb)

 

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