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Das Wir-Gefühl: Feedback und Firmenevents erzeugen Mitarbeiterbindung

Ein Arbeitnehmer, der gerne zur Arbeit kommt und hochmotiviert seine Aufgaben abarbeitet? Eine utopische Vorstellung? Nicht, wenn sich das Unternehmen bemüht, seine Mitarbeiter gezielt zu motivieren, emotional an sich zu binden und ein Wir-Gefühl schafft. Genau das kann man mit Firmenevents und persönlichem Feedback erreichen.

Auf gleicher Höhe kommunizieren – Feedback und Respekt motivieren

Oft machen Chefs den Fehler, ihre Angestellten und deren Arbeit für selbstverständlich zu halten. Schließlich bekommen sie jeden Monat Lohn dafür. Mit dieser Einstellung rennen einem Unternehmer allerdings die guten Arbeitnehmer irgendwann davon, und jene, die bleiben, tun nur das Allernötigste. Motivierte Mitarbeiter bekommt man anders. Erstens nämlich genau dadurch, dass man sie als Mit-Arbeiter ansieht, sie arbeiten genauso in dem Unternehmen wie der Chef selbst. Auf diese Weise erreicht man eine Augenhöhe, auf der man miteinander kommunizieren kann und sich gegenseitigen Respekt entgegenbringt.

Regelmäßige, persönliche Feedbackgespräche dienen dazu, jedem Mitarbeiter möglichst zeitnah Verbesserungsvorschläge für seine Arbeit zu machen und sich gleichzeitig für gelungene Arbeit zu bedanken. Im Gegenzug sollte auch der Mitarbeiter jederzeit Feedback zur Unternehmensführung oder bestimmten Arbeitsabläufen geben können und sehen, dass sich etwas ändert. Dieser Austausch zeigt dem Angestellten, wie wichtig er dem Unternehmen wirklich ist, sodass er sich bemüht, noch besser zu werden und das Unternehmen voranzubringen. Ein positives Arbeitsumfeld hat folglich nicht nur Einfluss auf die Motivation jedes einzelnen Mitarbeiters, sondern auf das ganze Firmengefüge, den Erfolg des Unternehmens und fördert zudem das Wir-Gefühl.

Firmenevents stärken das Wir-Gefühl

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Durch unterschiedliche Maßnahmen gezielt das Wir-Gefühl im Unternehmen stärken (Bild: © Digital Vision/Thinkstock)

Neben dem Feedback erhöht auch eine emotionale Bindung an das Unternehmen die Leistungsbereitschaft. Diese Mitarbeiterbindung erreichen Chefs vor allem, in dem sie ihre Angestellten an Meilensteinen und Erfolgen des Unternehmens teilhaben lassen und sich für die erzielten Erfolge bedanken. Das schafft ein Wir-Gefühl: die Mitarbeiter fühlen sich einem Team zugehörig, das erfolgreich ist und darauf können sie stolz sein.

Durch regelmäige Firmenevents oder auch Feiern von Erfolgen und Meilensteinen kann eine Firma das Gruppen- und Wir-Gefühl der Mitarbeiter noch mehr stärken. Dabei sollte nicht jedes Jahr das Gleiche unternommen werden. Die Ideen sind zahlreich: Hochseilgärten, Kostümbälle, Seifenkistenrennen, usw. eignen sich hervorragend für Firmenevents. Auch die typische Weihnachtsfeier kann zum Beispiel durch andere Lokationen oder auch besondere Unternehmungen aufgepeppt werden. Warum nicht mal in der Alpenhütte Weihnachten feiern statt in der Firma? Das kann schon bei der Gestaltung der Einladungs- und Grußkarten anfangen. Unternehmen, die in solche Events Ideen und Geld investieren, schaffen es, die Mitarbeiter emotional an sich zu binden und ein Team mit einem starken Wir-Gefühl entstehen zu lassen.

Der Mitarbeiter, dein Freund? Persönliche Mitarbeiterbindung

Eine dritte Säule neben Feedback und Wir-Gefühl bei der Mitarbeiterbindung ist das persönliche Interesse für den einzelnen Mitarbeiter. Neben dem Austausch über die Arbeit sollte auch der zeitweilige Plausch über persönliche Aspekte nicht fehlen. Was macht der Mitarbeiter in seiner Freizeit? Wie geht es ihm so? Was macht die Familie? Glückwünsche oder Anteilnahme sollten nicht einfach nur selbstverständlich sein, sondern ehrlich rübergebracht werden. So fühlt sich der Mitarbeiter gut aufgehoben.

Vorsicht allerdings vor allzu vertraulichem Umgang. Natürlich kann das Arbeitsumfeld locker sein, der Chef wird geduzt und man unterhält sich auch mal über private Dinge, aber irgendwo ist dann doch eine Grenze, die weder Chefs noch Mitarbeiter überschreiten sollten. Sonst kann der gegenseitige Respekt voreinander schnell verschwinden.

 

Oliver Foitzik

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