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Datenklau: Risikofaktor Mitarbeiter

Datenklau

Rund 40 Prozent der Unternehmen hierzulande waren schon einmal Opfer von Datenklau durch den eigenen Mitarbeiter. Was auch immer den Angestellten dazu bewegen mag, seinen Arbeitgeber zu bestehlen, Fakt ist, dass der Verlust von Daten Unternehmen immensen wirtschaftlichen Schaden zufügt. Angaben des Bundeskriminalamts (BKA) zufolge belaufen sich die Kosten, die der deutschen Wirtschaft aufgrund von Cyberkriminalität entstehen, auf rund 40 Millionen Euro jährlich. Was kann man als Unternehmen tun, sobald man Opfer eines Datendiebstahls geworden ist?

Wettbewerbsvorteile versus Datenklau

Die sich digitalisierende Arbeitswelt ist eine Welt mit viel Licht und Schatten. Einerseits verschaffen sich Unternehmen durch die enge und effiziente Zusammenarbeit mit Kollegen, Geschäftspartnern und Kunden Wettbewerbsvorteile gegenüber der Konkurrenz, andererseits steigt durch die zunehmende Digitalisierung für Firmen das Risiko, sich mit dem Thema Datendiebstahl auseinandersetzen zu müssen. Gerade Datenklau durch den eigenen Mitarbeiter hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Eine Befragung der bundesweit tätigen Detektei Lentz ergab, dass bereits mehr als jedes fünfte Unternehmen durch einen scheidenden Mitarbeiter wichtige Informationen an die Konkurrenz verloren hat.

Vollkommene Überwachung? Weder wünschenswert noch praktikabel!

Doch wie kann man sich vor Cyberkriminalität schützen beziehungsweise diese nachweisen? Oft sind die Spuren, die der Täter hinterlässt, unsichtbar. Nun könnte man, getreu dem Motto: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“,  die Geräte des Mitarbeiters beziehungsweise seinen Arbeitsplatz einer ständigen Überwachung unterziehen. Das ist allerdings aus mehreren Gründen keine empfehlenswerte Praxis.

  1. Der Mitarbeiter hat auch während der Arbeitszeit Anspruch auf Privatsphäre. Gerade in Zeiten, in denen der klassische „nine to five-Job“ zunehmend der Vergangenheit angehört, hat der Angestellte ein Anrecht darauf, dass man ihm nicht ständig über die Schulter sieht.
  2. BYOD macht das Überwachung praktisch unmöglich. Notebook, Smartphone, Tablet, USB-Stick, SD-Card … BYOD, Bring Your Own Device, so lautet in immer mehr Unternehmen das Gebot der Stunde. Mitarbeiter könne so im Büro liegen gebliebene Tätigkeiten schnell von zu Hause oder beim Zurücklegen ihres Arbeitsweges erledigen. Das macht allerdings die vollständige Überwachung der Geräte unmöglich.
  3. Vertrauen, ein wichtiger Employer Branding-Faktor. Gerade für die erfolgskritischen Positionen im Unternehmen ist gutes Personal schwer zu finden. Neben dicken Gehaltschecks und Dienstwagen, sind der viel zitierten Generation Y ein positives Arbeitsklima wichtig. Dieses spüren so vor allem, wenn ihnen der Arbeitgeber Vertrauen entgegenbringt.

Mit IT-Forensik Beweise sammeln und auswerten

Das alles bedeutet allerdings nicht, dass man als Unternehmen dem Thema Datenklau hilflos ausgeliefert ist. Vor allem dann, wenn es passiert ist, können mithilfe von Ermittlungs- und Analysetechniken, der so genannten IT-Forensik Daten auf einem bestimmten IT-System so erfasst und gesichert werden, dass sie im Bedarfsfall auch vor Gericht als Beweismittel verwertbar sind. Doch auch hier stellen sich für Unternehmen viele Fragen:

  • Was ist für solch einen Prozess alles notwendig?
  • Welches technische Equipment braucht man dafür?
  • Welche juristischen Stolperfallen sind zu umgehen?
  • Wie geht man am besten mit den Beweismitteln um?

Auf all diese Fragen bietet folgender Beitrag der oben erwähnten Detektei Lentz allen am Thema Interessierten Antworten.

Christoph Schroeder

2 Kommentare zu “Datenklau: Risikofaktor Mitarbeiter

  1. 40 Mio. Euro sind ja fast eine zu vernachlässigende Größe im Vergleich zu den 50 Mrd. Euro Schaden, der den Unternehmen in Deutschland laut Verfassungsschutz jedes Jahr durch Hackerangriffe entsteht. Dabei sind die kleinen und mittelständischen Unternehmen ein besonders lukratives Angriffsziel.

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