Regionales

Demonstranten verletzen neun Polizisten

Mehrere hundert Gegner des Bahnhofsprojektes Stuttgart 21 haben am Montagabend (20.06.2011) eine Baustelle gestürmt und dabei neun Polizisten verletzt – acht davon erlitten ein „Knalltrauma“, als in ihrer Nähe ein Feuerwerkskörper gezündet wurde. Die Lage ist offenbar eskaliert, als ein Beamter im Zuge der traditionellen „Montagsdemonstration“ einen Demonstranten kontrollieren wollte, der zuvor angeblich eine Sachbeschädigung begangen haben soll – es waren Bauzäune umgerissen worden. Der Beamte wurde mit Kopf- und Gesichtsverletzungen ins Krankenhaus gebracht. Zuvor hatten rund 3.000 Menschen friedlich gegen das 4,1 Milliarden Euro teure und umstrittene Bauprojekt protestiert. Ungeachtet des laufenden Stresstests bis Mitte Juli hat die Bahn die bislang seit Ende März ruhenden Bauarbeiten an dem Projekt erst kürzlich wieder aufgenommen – Landesregierung und Bahn hatten sich nicht auf die Übernahme der Kosten einigen können, die durch die weitere Baupause entstehen. Am Montag hatte die Bahn mit den Vorarbeiten für die Verlegung von 17 Kilometern Rohren für das Grundwassermanagement begonnen. Mit dem Grundwassermanagement soll der Grundwasserspiegel an der Baustelle abgesenkt werden, damit die Baugrube ausgehoben werden kann.
 

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