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Der Sessel-Effekt – oder die Verankerung positiver Stimmung

… aus der wöchentlichen Kolumne "Ganzheitliches Coaching auf Ihrem Weg zu sich selbst – Wie kann ich Blockaden lösen, um meine Lebensqualität zu verbessern und meine Leistungsfähigkeit zu steigern?" von Dr. Helga Rolletschek.

Sie sind frisch verliebt, hören ein Musikstück und auch wenn die erste Phase der Verliebtheit sich gelegt hat – wenn man das Stück wieder hört, fühlt man sich wohl – außer man hat sich in der Zwischenzeit getrennt, aber auch dann werden die Emotionen hochkommen. Ein bekannter Effekt aus der Lernpsychologie. Man verankert eine mentale Verfassung assoziativ in diesem Fall mit einer Musik. Es könnten aber alle möglichen Sinnesreize sein, die man als positiven Anker für einen positiven Zustand nutzt.

Wie Sie einen positiven Anker für positive Zustände setzen

Will man das erreichen, muss man konsequent vorgehen. Denken wir an den „Träumer-Sessel“ von letzter Woche. Sie müssten sich schon mindestens 10-mal in den Sessel setzen und wirklich ausschließlich dann, wenn es Ihnen gut geht, und auch wirklich keine Kritik zulassen. Spüren Sie eine kritische Stimme hochkommen, wirklich sofort aufstehen und sich woanders hinsetzen. Nach einiger Zeit ist die Verankerung dann so stark, dass man auch vom gegenteiligen Effekt profitieren kann: Man setzt sich in den Sessel und es geht einem gut.

Suchen Sie sich doch einen Anker, der zum Auslöser von angenehmen Zuständen werden soll. Das kann ein Parfüm sein, ein bestimmtes Schmuck-, oder Kleidungsstück oder auch nur ein Stein. Jetzt sollten Sie mindestens zehn Mal diesen Anker mit einem angenehmen Sinneszustand in Verbindung bringen, damit das Gehirn eine Vorstellungshilfe aufbauen kann. Dazu könnten Sie im Falle des Parfüms immer gezielt dann daran riechen, wenn es Ihnen gut geht – wenn Sie beispielsweise einen schönen Film ansehen. Oder Sie berühren das Schmuckstück immer dann, wenn es Ihnen gut geht. Sind Sie konsequent vorgegangen, kann der Anker dazu dienen, positive Erinnerungen auszulösen und sie in einen angenehmen psychisch-körperlichen Zustand zu versetzen.

Diese Methode ist eigentlich schon uralt – denken Sie an Glücksbringer oder einen Talisman. Der Unterschied besteht darin, dass Sie den Prozess ganz gezielt einsetzen, um diese Verbindung zwischen Anker und Gefühl aufzubauen.

Das positive Verankern kann auch mit Menschen erfolgen. Nehmen Sie beispielsweise Ihr Kind auch dann gezielt in den Arm, wenn es sich freut oder sich wohlfühlt. Somit lernt es, Berührungen mit einem guten mentalen Zustand zu assoziieren.

Leider kann es im Laufe der Zeit ja auch passieren, dass sich Gegenstände oder Orte mit einem sehr negativen Gefühl verbinden. Hier hilft das schon öfters erwähnte Wingwave-Coaching, um negative Blockaden in kurzer Zeit zu lösen, damit man mit dem Gegenstand oder dem Ort kein Problem mehr hat.

Ihre Helga Rolletschek

 

Zur Autorin:

Als Seminarrektorin ist sie zuständig für die Ausbildung von Referendaren. Als promovierte Biologin, Emotionscoach und Ernährungsberaterin gibt sie ihr Wissen seit vielen Jahren in einem bundesweit in hoher Auflage erscheinenden Elternratgeber über aktuelle Themen aus Gesundheit und Ernährung, Pädagogik und Psychologie weiter, hat über Verhaltensauffälligkeiten und Lernen publiziert und behandelt Klienten mit diversen Emotionsblockaden, wie u.a. Prüfungs-, und Auftrittsängsten, Zahnarztphobien, Flugängsten …

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