Management

Der Weg zur Spitzenleistung – So gehören Sie und Ihr Team zu den Besten (1)

…aus der Themenserie „Der Weg zur Spitzenleistung – So gehören Sie und Ihr Team zu den Besten“ des Leistungs-Spezialisten Gabriel Schandl. Heute Teil 1: „Abschied von der freizeitorientierten Schonhaltung.“

Lassen Sie mich Ihnen zum Auftakt dieser Themenserie eine Frage stellen. Spitzenleistung – Was ist das eigentlich? Wie definieren wir sie? Wie definieren SIE sie? Denn, gerade diesen Begriff wird jeder einzelne von uns individuell interpretieren, wahrnehmen und leben. Meine eigene Definition für Spitzenleistung ist im Grunde sehr einfach: Stets das Beste geben. Das Beste wird abhängig von Tagesverfassung, Umständen und konkreten Situationen nicht ganz konstant sein (können). Und dennoch: Wenn jeder einzelne in den Unternehmen, egal auf welcher Ebene, von der Führungskraft bis zum Pförtner – diesem Gedankenansatz folgt und ihn authentisch lebt – dann und nur dann entsteht etwas ganz Besonderes. Dieses Besondere, das manche Unternehmen ausmacht und sie über ihre Wettbewerber hinaushebt. Sie holen sich so die aussichtsreichen Plätze für das Rennen von heute und von morgen.

Wer ist für Spitzenleistung verantwortlich?

Die Führungskräfte? Jeder einzelne Mitarbeiter? Das Team? Es ist sicher eine der Hauptaufgaben der Führungsriege eines Unternehmens, ein generelles Klima zu schaffen, in dem Spitzenleistungen überhaupt möglich sind. Das bedeutet erstens, die Philosophie der Spitzenleistung in die gesamte Unternehmensstrategie zu implementieren. Dabei ist es wichtig, vor allem zu definieren, was das Unternehmen genau darunter versteht und vor allem erwartet. Es reicht aber nicht aus, darüber zu reden. Führungskräfte müssen mit exzellentem Beispiel vorangehen und die Spitzenleistung konsequent und glaubwürdig vorleben. Es liegt allerdings nicht nur an den Führungskräften. Jeder Mitarbeiter ist auch für sich selbst verantwortlich und entscheidet tagtäglich, ob er sein/ihr Bestes geben will oder nicht. Führungskräfte sollten das unterstützen und den Rahmen dafür schaffen, anstatt es zu erschweren oder sogar zu behindern, wie das in der Praxis oft der Fall ist. Dazu gehört auch, Talente zu erkennen und am richtigen Platz einzusetzen. Das Problem ist meist, dass viele Mitarbeiter falsch eingesetzt sind und wenig bis keine Rückmeldung zu Ihrer Leistung bekommen. Das ist keine gute Voraussetzung für konstante Spitzenleistung. Was ist es dann?

Durch Fehler zur Spitzenleistung

Heute zählt nicht mehr rein die schiere Größe eines Unternehmens, sondern vor allem, wie schnell es lernt. Sich weiterentwickelt, nicht stehenbleibt. Auch hier sind wieder die Führungskräfte gefragt, eine Organisations-Kultur zu schaffen, die Fehler erlaubt, in gewissem Maße sogar begrüßt. Ja, Sie haben richtig gelesen. Fehler sind ein perfekter Ermöglicher auf dem Weg zur Spitzenleistung. Dass Fehler auftreten beweist, da hat jemand etwas (Neues) probiert. Natürlich muss man in Folge daraus lernen und dafür sorgen, dass dieser Fehler nicht mehr passiert. Aber Lernen heißt in erster Linie auch Fehler machen dürfen. Und es heißt vor allem , von anderen zu lernen. Von den Besten der eigenen Branche, von den Besten anderer Branchen. Das sind valide Vor-Bilder, die oft eine große Quelle intensiver Inspiration sind.

Schluss mit der freizeitorientierten Schonhaltung

Wer sich dafür nicht interessiert und niemals hinterfragend über den Tellerrand blickt, flüchtet sich gerne in eine „freizeitorientierte Schonhaltung“, bei der ein Mindestmaß an Arbeitsleistung gebracht wird, um danach am Abend, in der Freizeit aufzublühen, kreativ Feste und das eigene Hobby zu organisieren. Es gibt zu viele Mitarbeiter, die so leben und zu viele Firmen, die dies zulassen! Auch eine Möglichkeit, aber schade angesichts der Tatsache, dass wir den größten Teil unserer Wachzeit im Beruf verbringen. Sollten wir nicht das Beste daraus machen? Am besten täglich? Es war noch nie so einfach, aus einer Vielzahl an Betätigungsmöglichkeiten und -formen zu wählen. Keiner sagt dabei, dass es nicht manchmal auch anstrengend sein kann. Ein Zitat bringt es gut auf den Punkt: „Niemals wird Dir ein Wunsch gegeben, ohne dass Du auch die Fähigkeit bekommst, ihn zu verwirklichen. Es kann allerdings sein, dass du dich dafür anstrengen musst.“ Wofür lohnt es sich, sich einzubringen, die eigene Kreativität zu entfalten, gegebene Talente zu nutzen? Das muss unsere zentrale – tägliche Frage sein, die eines jeden Mitarbeiters und die einer jeden Führungskraft. Nur so können Führungskräfte ihrer Hauptaufgabe nachkommen: Die besten Mitarbeitern finden UND zu halten.

Durchschnitt ist langweilig

Wir brauchen Spitzenleistung! Der Durchschnitt interessiert nicht (mehr). Eine „normale“ Leistung ist heute und morgen nichts mehr Besonderes, sondern wird erwartet und vorausgesetzt. Erwartungen erfüllt zu bekommen, löst in uns jedoch keine Freudenströme aus, sondern wir vergessen es schlicht, weil „es“ sich erledigt hat (was auch immer „es“ ist). Das soll jetzt kein Plädoyer für „noch mehr, noch größer, noch schneller“ sein. Antriebsfallen in den Burnout haben wir bereits genug. Wir brauchen einen Sinn. Einen Grund uns (gerne) anzustrengen. Ansonsten ist es verschwendetes Talent. Eine eingegrabene Münze, die am Schluss wieder herausgebuddelt und demjenigen zurückgegeben wird, der sie einem anvertraut hat. Beide Beteiligte werden enttäuscht sein. Das „Talent“ wurde für nichts genutzt. Anders bei demjenigen, der es vervielfacht, der Risiken einging, der Versuche startete und scheiterte. Der daraus lernte und gestärkt daraus hervorging. Um es dann noch besser zu machen. Leidenschaft entsteht nur, wenn ich das gefunden habe, wofür ich brenne. Dieses Feuer ist ansteckend, es zieht die richtigen Leute an und formt sie zu kurzfristigen Projektteams, die gemeinsam einen Traum, ein Ziel verfolgen. Das beginnt manchmal in Garagen, manchmal am Schreibtisch oder einfach beim Plaudern mit Freunden. Es sind die richtigen Fragen, die uns dorthin bringen. Wofür lohnt es sich, mich anzustrengen? Was kann ich gut? Was macht mir Spaß? Was sagen andere, was Sie gut können? Leben Sie Ihre Berufung? Mündet diese in Ihrem aktuellen Beruf? Oder ist es Zeit, sich selbst neu zu erfinden? Wir alle haben ein riesiges kreatives Potential bekommen. Und viele Talente dazu. Machen wir uns auf die Reise, diese zu entdecken, auszubauen, zu nutzen.

In den folgenden Beiträgen darf ich Sie auf diese Reise zur Spitzenleistung mitnehmen.

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Über Gabriel Schandl

Gabriel Schandl ist Speaker, Gabriel Schandl, Motivation, Spitzenleistung, Team, Mitarbeiter, PersonalTrainer, Dozent und Autor. Er gilt als führender Experte zum Thema „Spitzenleistung“. Er absolvierte ein Wirtschaftsstudium in Linz und Siena, Aus- und Weiterbildungen führten ihn nach Deutschland, in die USA und die Schweiz. Bereits in jungen Jahren baute er ein Trainer- und Spezialisten-Team mit auf, das in den letzten zehn Jahren weit über 20 Millionen Euro Umsatz durch professionelle Begleitung von Unternehmen im Aus- und Weiterbildungsbereich erzielte.  Als langjähriger Unternehmensberater kennt er die Herausforderungen des Unternehmer-Daseins genau. Von der Zeitschrift “Gewinn” wurde er für seine Arbeit als einer der 100 besten Bildungsanbieter Österreichs ausgezeichnet. Seit knapp 20 Jahren ist Gabriel Schandl europaweit erfolgreich als Referent und Vortragsredner für Unternehmen aller Größen und vielfältiger Branchen tätig. Seine Trainings zeichnen sich durch einen ausgeprägten Motivationsfaktor, Humor und hohe Nachhaltigkeit aus. Seine unterhaltsamen und mitreißenden Vorträge rund um die Thematik „Spitzenleistung“ überzeugen durch ihre Authentizität und ihren hohen Nutzenfaktor. Gabriel Schandl ist Mitglied der German Speakers Association – GSA. www.gabrielschandl.com

Marc Brümmer

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