Wirtschaft

Deutsche Autobauer wollen Einkaufsgemeinschaft für Rohstoffe bilden

Die deutschen Autobauer und Zulieferer planen offenbar einen Pakt für den gemeinsamen Einkauf von Rohstoffen. Daimler-Entwicklungschef Thomas Weber: „Wir sprechen darüber im Rahmen der Regeln, die das Kartellrecht vorgibt.“ Die Gespräche stünden allerdings erst noch am Anfang. Auch der Maschinenbau habe bereits Interesse an einer entsprechenden Initiative gezeigt. Damit will die Industrie auf die gestiegene Versorgungsunsicherheit und die steigenden Rohstoffpreise reagieren und sich gegenüber der internationalen Konkurrenz den Zugriff auf strategisch wichtige Rohstoffe sichern. Im Fokus stünden dabei Rohstoffe aus der Gruppe der Seltenen Erden. Diese Hightech-Metalle werden unter anderem zum Bau von Hybrid- und Elektrofahrzeugen benötigt, aber auch für Generatoren und Windenergieanlagen. Details über den Zeitplan und die Ausgestaltung einer solchen Einkaufsgemeinschaft liegen bislang aber noch nicht vor, allerdings könnte sich die Gesellschaft an Minen beteiligen oder Schürfrechte ersteigern. So hatte beispielsweise Siemens bereits Anfang Juli ein Joint Venture mit dem australischen Bergbauunternehmen Lynas angekündigt, um bei Neodym (eines der 17 Metalle der Gruppe Seltene Erden), das für die Produktion von Magneten für Motoren und die Turbinen in Windrädern benötigt wird, Selbstversorger zu werden.

(Hintergrundbericht zu der Lage bei den Seltenen Erden: hier).

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